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Nürburgring, Abfahrt, Richtung Flughafen, eine Limousine von Lexus, eine smarte Fahrerin, hinten sitzt ein amerikanisches Ehepaar, sie hat sich im Hotel gerade nach den Designerläden erkundigt, das Paar fährt jetzt nach Köln, Shoppen, Sightseeing. Vorn sitzt der Journalist. Noch versunken. Unfassbares Auto. Eine unfassbare Taxifahrt mit einem Japaner über die Nordschleife. Ein Zehnzylinder in der scharfen Version mit 571 PS, und der Japaner war eingefahren auf den Lexus LFA und auf die Nordschleife, er stellte sich ungefähr so vor: Mein Name ist: Ich bin mit diesem Auto das 24-Stunden-Rennen gefahren. Nehmen Sie doch Platz. Da zieht man das Gurtengeflecht doch etwas enger.

Dann ging es los, und fast wäre der Rundenrekord gefallen.

Jetzt die Taxifahrt im anderen Lexus, hinten die Amerikaner, daneben die deutsche Fahrerin, smart. Der Ami fragt den Journalisten, ob er auch für Lexus arbeitet.

Nein, Journalist.

Ist aber interessant! entfährt es dem Ami, was halten Sie vom LFA?

Boshaftigkeit des Journalisten: Arbeiten Sie für Lexus, fragt er den Ami.

Der Ami cool: Nein, ich habe mir das Auto gerade gekauft.

Das Auto kostet eine halbe Million Euro. Dafür ist ein Jahrespass für die Nordschleife dabei.

Der Journalist schaut jetzt ziemlich blöd, ist aber kein Spielverderber. Tolles Auto, gratuliere.

Ja, sagt der Ami, macht sich sicher gut in Miami.

Wird auch Ihrer Frau gut stehen, sagt der Journalist, und endlich am Flughafen. (Michael Völker/DER STANDARD/Automobil/02.09.2011)