Wien - Der Brent-Ölpreis hat am Montagvormittag schwächer tendiert. Der als wichtige Ölpreisbenchmark geltende Future auf die Rohölsorte Brent notierte gegen elf Uhr in London bei 110,87 Dollar je Barrel (159 Liter). Am Freitag notierte der Brent-Future zuletzt bei 112,77 Dollar.

Die Stärke des US-Dollar bzw. Schwäche des Euro und der überraschende Rücktritt des EZB-Chefvolkswirt Jürgen Stark haben nach Einschätzung der Commerzbank-Analysten die Märkte durcheinandergewirbelt und die Rohstoffpreise unter Druck gebracht. China bleibe dank gestiegener Rohölimporte der einzige, aber wichtige, positive Faktor am Ölmarkt, hieß es weiter.

Der Preis für OPEC-Öl ist am Freitag auf 110,40 Dollar pro Barrel gesunken. Am Donnerstag hatte das Barrel nach Angaben des OPEC-Sekretariats in Wien noch 112,15 Dollar gekostet. Der OPEC-Preis setzt sich aus einem Korb von zwölf Sorten zusammen.

Der Goldpreis notierte mit etwas leichterer Tendenz. Im Londoner Goldhandel wurde heute gegen 11.00 Uhr die Feinunze (31,10 Gramm) bei 1.846,49 Dollar (nach 1.855,00 Dollar im Nachmittags-Fixing am Freitag) gehandelt. Laut Commerzbank markierte der Goldpreis in Euro gerechnet am Morgen bei 1.375 Euro je Feinunze ein neues Allzeithoch. Hier verwiesen die Experten auf die Suche nach einem "sicheren Hafen" und damit einer Flucht in Gold. (APA)