Jatma - Jüdische Siedler im palästinensischen Westjordanland haben aus Protest gegen den Abriss eines Außenpostens durch israelische Sicherheitskräfte eine Moschee beschmiert und zwei Autos angezündet. Sie sprühten unter anderem den Namen des Außenpostens "Migron" an die Außenmauer der Moschee in dem Dorf Yatma, wie palästinensische Vertreter am Donnerstag erklärten. Migron war ohne Genehmigung der israelischen Regierung errichtet worden, ein Gericht ordnete den Abriss an.

Nach dem Abriss am Montag verübten Siedler einen Brandanschlag auf eine andere Moschee. Am Mittwoch wurde ein Stützpunkt der israelischen Armee verwüstet. Ein Sprecher der Palästinenser-Regierung appellierte an die internationale Gemeinschaft, "für den Schutz unseres Volkes zu sorgen." Viele Palästinenser und Menschenrechtler werfen Israel vor, Gewalt von Siedlern gegen Palästinenser zu ignorieren. Im Westjordanland und dem ebenfalls 1967 besetzten Ost-Jerusalem leben rund 500.000 Israelis neben 2,5 Millionen Palästinensern. (APA/Reuters)