Der Yaris wird erwachsen. Wie Polo und Co bemüht sich Toyotas Bestseller um seriöse Fortbewegung auf kompakten Maßen. Kein Witz, keine Verspieltheit soll den reifen Eindruck stören. Eine Frage des Niveaus

Entweder sie wurden abgemagert bis auf die Knochen zwecks billiger Einstandspreise, dann fielen die Türen blechern ins Schloss, und Schmalhans war Küchenmeister.

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Oder sie waren Spielwiese der Designabteilung mit eigenartigen Ergebnissen wie Fiats "tolle Kiste" Panda, Renaults alter Twingo oder Toyotas früherer Yaris; überhaupt in dessen hoch in die Hässlichkeit strebender Verso-Variante. Oder sie waren beiläufige Autos ohne Klasse und Charme.

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Immer auf die Kleinen. Damit ist jetzt Schluss. Eine Ernsthaftigkeit hat die Szene der Kompakten erfasst, die annähernd Mittelklasseniveau in geringere Kubaturen verpflanzt.

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Die Brot-und-Butter-Autos von einst geben sich so solide, laufruhig, komfortabel und luxuriös, dass man sein Unglück an den Börsen nicht büßen muss.

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Toyota rechnet beim neuen Yaris mit einer erklecklichen Anzahl von Absteigern, die nur mehr 12.000 bis 15.000 Euro zur Fortbewegung erübrigen wollen.

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Dementsprechend erwachsen zeigt sich der Yaris von außen und innen. Er wurde in Länge und Breite gedehnt, bekam einen ausgreifenden Radstand, alles, um ihm souveräne Lebensart anzuerziehen. Exzentrisches wie die mittigen Armaturen wichen einem reifen, seriösen Auftritt, der dazu führt, dass man sich im Yaris wie in einem großen Auto vorkommt.

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Infotainment wie ein Großer

Das betrifft generöses Platzangebot auf allen Sitzen genauso wie eine recht vollständige Ausstattung, die in einem zentralen Bildschirm gipfelt, der Entertainment und Navi versammelt. In höheren Ausbaustufen verbindet sich das Smartphone via Bluetooth, und eine Kamera zeigt den Rückraum zum präzisen Rangieren.

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Bei den Motoren bleibt alles beim Alten. Vom Dreizylinder-Benziner mit 69 PS über den 1,3-Liter-Otto mit 99 PS bis zum 90-PS-Diesel bemühen sich alle Aggregate um Sparsamkeit, die durch ein optionales Start-Stopp System für den stärkeren Benziner optimiert wird.

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Das grundsätzlich angenehme CVT-Automatikgetriebe sollte man sich überlegen, wenn man es nicht schätzt, dass Lärmentwicklung vor Beschleunigung geht.

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Den Yaris wird es nur als 5-Türer geben, und die noch in Verhandlung stehenden Preise sollen sich etwa auf Vorgängerniveau bewegen.

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Nicht schlecht für einen insgesamt stark aufgewerteten Kleinen. (Andreas Hochstöger/DER STANDARD/Automobil/09.09.2011)

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Informationen: Toyota

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