Manchester - Gegen Manchester United ist in der englischen Premier League weiterhin kein Kraut gewachsen. Der Titelverteidiger und Rekordmeister siegte in der vierten Runde am Samstag ohne Mühe 5:0 (3:0) bei den Bolton Wanderers, drei Tore erzielte Wayne Rooney, zwei steuerte Javier Hernández bei. United hat wie der Stadtrivale ManCity die Maximalausbeute von zwölf Punkten auf dem Konto. Die Citizens besiegten Wigan Athletic dank eines Dreierpacks von Sergio Agüero 3:0 (1:0). Sein argentinischer Landsmann Carlos Tevez vergab darüber hinaus noch einen Elfmeter (19.).

Chelsea setzte sich mit einem 2:1 bei Sunderland in der Spitzengruppe fest. Kapitän John Terry (18.) und Daniel Sturridge (51.) stellten die Weichen auf Sieg, der Anschlusstreffer durch Ji Dong-won (91.) kam für die Hausherren zu spät.

Arsenal feierte im vierten Saisonspiel indes den ersten Erfolg. Andrej Arschawin erzielte beim 1:0-Heimsieg gegen Aufsteiger Swansea City unter kräftiger Mithilfe von Swansea-Keeper Michel Vorm das Siegtor für die Gunners. Liverpool musste sich Stoke City hingegen 0:1 geschlagen geben und kassierte damit die erste Saisonniederlage. 

Arsenal, für das der Deutsche Per Mertesacker sein Debüt gab, befreite sich mit dem ersten Erfolg vorerst aus dem Tabellenkeller und reagierte mit einem Arbeitssieg auf die 2:8-Demütigung bei Manchester United vor der Länderspielpause. Für Manager Arsène Wenger endeten damit Wochen, die für den Franzosen "die Hölle waren. Aber das muss man in dem Beruf aushalten. Ich könnte ein sehr interessantes Buch über den vergangenen Sommer schreiben. Es war die unruhigste Zeit, seit ich bei Arsenal bin".

Die Leistung des Ex-Werderaners Mertesacker bewertete Wenger so: "Er war ruhig und souverän. Per muss sich noch an das Tempo gewöhnen, aber sein Stellungsspiel ist sehr intelligent." Groß gefordert wurde die Arsenal-Abwehr vom harmlosen Angriff des walisischen Aufsteigers allerdings nicht. Swansea kam selten vor das gegnerische Tor und ist nach vier Saisonspielen noch ohne Tor.

Mittlerweile ist neben Tottenham Hotspur auch die Queens Park Rangers an einer Verpflichtung von David Beckham interessiert. Dies bestätigte Besitzer Tony Fernandes. "Wir haben aufgezeigt. Ich glaube, David Beckham wird ohne Zweifel eher auf die Spurs schauen als auf uns, aber warten wir den Dezember ab, wie wir dann dastehen", sagte der Malaysier.

Auch Tottenham hatte Interesse an dem 36-jährigen Beckham bekundet, der in diesem Jahr schon mit den "Spurs" trainiert hat. Beckhams Fünfjahresvertrag bei den Los Angeles Galaxy in der Major League Soccer läuft im November aus. Er  hatte durchblicken lassen, dass er im fortgeschrittenen Alter gern in die  Premier League zurückkehren möchte. (red/sid/APA)