Innsbruck - Der Innsbrucker Diözesanbischof Manfred Scheuer hat eine Voruntersuchung über die von Tiroler Gläubigen privat abgehaltenen "Eucharistiefeiern" angekündigt. Liege eine derartige "Handlung einer Eucharistiefeier ohne gültig geweihten Priester" vor, habe er diese unverzüglich der Glaubenskongregation zu melden, erklärte Scheuer am Sonntag in einer Aussendung.

Die Tiroler Theologin und Mitinitiatorin des Kirchenvolksbegehrens Martha Heizer hatte zuvor gegenüber "ORF Radio Tirol" erklärt, mit einer Gruppe von fünf anderen Gläubigen "Eucharistiefeiern" im Verborgenen zu veranstalten.

Scheucher prüft "schweres Vergehen"

"Die Eucharistie ist Feier der Einheit und der Gemeinschaft der Kirche. Insofern ist eine gegen die liturgischen und rechtlichen Vorgaben der Kirche gefeierte Eucharistie ein Widerspruch in sich", argumentiert der Diözesanbischof dagegen. Bei der Voruntersuchung seien "der Tatbestand, die Umstände und die Zurechenbarkeit (Vorwerfbarkeit)" zu erheben. Da eine Handlung gegen den Glauben bezüglich der Eucharistie zu den "Graviora delicta" (schweren Vergehen, Anm.) zähle, sei die Entscheidung darüber der Glaubenskongregation vorbehalten, so Scheuer. (APA)