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Caps rutschen am eigenen Eis aus.

Foto: APA/Expa

Wien - Die UPC Vienna Capitals haben am Sonntag ihr erstes Heimspiel der Erste Bank Eishockey Liga gegen den EHC LIWEST Linz trotz 3:1-Führung noch 5:7 verloren. Vor der Rekordkulisse von 5.500 Zuschauern im Eissportzentrum Kagran, der umgebauten Albert-Schultz-Eishalle, überzeugten die Wiener nur im ersten Drittel. Vor dem Spiel wurde Caps-Kapitän Benoit Gratton als MVP der abgelaufenen Saison geehrt.

Die Caps begannen das Spiel sehr aggressiv und körperbetont. Den überraschenden Führungstreffer der Gäste durch Gregor Baumgartner (4.) wandelten die Heimischen noch im Lauf des ersten Spielabschnittes durch Tore von Mario Fischer (5.), Benoit Gratton (6.) und Ross Lupaschuk (14./PP) in eine 3:1-Führung um, ehe Adrian Veideman noch vor der ersten Pause den Anschlusstreffer für die Stahlstädter erzielten.

Durch weitere Treffer von Mike Quellette (24./PP), Justin Keller (28.) und Daniel Mitterdorfer (36./PP) drehten die Gäste das Spiel im zweiten Drittel und ließen in weiterer Folge auch nichts mehr anbrennen. Ross Lupaschuk ließ die Wiener mit seinem zweiten Treffer an diesem Abend zum 4:5 (37.) noch einmal hoffen, doch Mike Quellette stellte in der 45. Minute den alten Zwei-Tore-Vorsprung der Linzer wieder her. Die weiteren Treffer von Dan Björnlie (50.) bzw. Rob Hisey (60./EN) hatten nur noch statistischen Wert.

KAC legt nach

Der KAC hingegen hat auch sein zweites Saisonmatch gewonnen. Zwei Tage nach dem 6:2 gegen Meister Salzburg in der eigenen Halle kamen die Klagenfurter bei HK Jesenice zu einem 4:1 (2:0,0:0,2:1)-Erfolg und führen die Tabelle weiter an. Das neu formierte slowenische Team verlor auch sein zweites Heimspiel.

Der ÖEHV-Rekordmeister kontrollierte das Match gegen die Slowenen und erzielte in regelmäßiger Folge auch Tore. Nach Powerplay-Treffern von Siklenka (11.) und Koch (18.), jeweils nach Assist von Kalt, sowie einem Pirmann-Schuss (47.) hieß es 3:0, ehe Jesenice durch Olsson (51.) in Überzahl erstmals scorte. Das letzte Wort hatten aber die Gäste, Koch traf nach Vorarbeit von Kalt in der vorletzten Minute ins leere Tor. Mitte des zweiten Drittels hatte KAC-Spieler Kirisits eine Matchstrafe kassiert. 

Abbruch in Laibach

Kein Ergebnis gibt es vorerst vom Spiel zwischen Laibach und Graz. Beim Stand von 0:1 (0:1,0:0) für die 99ers ist die Partie am Sonntagabend nach dem zweiten Drittel wegen Unbespielbarkeit des Eises abgebrochen worden. Das Tor für die Grazer hatte Iberer im Powerplay (18.) erzielt.

Die Grazer waren drauf und dran, nach der Startniederlage gegen die Capitals in Wien die ersten Saisonpunkte einzufahren. Alles schien gegen den 2:1-Auftaktsieger gegen den Villacher SV nach Plan zu laufen. Doch als die beiden Teams nach der zweiten Drittelpause wieder aufs Eis kamen, mussten sie feststellen, dass nach der Eisreinigung Probleme vorlagen.

Die Schiedsrichter entschlossen sich bald zu einem Abbruch, nachdem sowohl Wasser als auch teilweise gebrochenes Eis festgestellt worden war. Zwar versuchten einige Spieler die Unparteiischen zum Weitermachen zu überreden, aus Sicherheitsgründen gab es dann aber dennoch den Abbruch. Kurz nach dem Spiel gab die Liga bekannt, dass das letzte Drittel der abgebrochenen Partie zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt wird.

Villach schreibt an

 

Fertiggespielt wurde dafür in Ungarn. Der Villacher SV feierte zwei Tage nach der Heimniederlage gegen Laibach einen 2:1-Sieg (0:1,2:0,0:0) gegen Fehervar. Die Ungarn haben zum Auftakt einen 4:2-Erfolg in Jesenice eingefahren. Dass sie zu Hause eine Macht sind, hatten sie in der Saisonvorbereitung mit acht Siegen in acht Spielen und 34:8 Toren gezeigt. Auch der Start gegen Villach war vielversprechend, Csaba Kovacs sorgte in der 17. Minute für das 1:0.

Nach schwachem Beginn kamen die Villacher immer besser ins Spiel, in einem starken Mitteldrittel drehten sie das Match durch Tore von Mario Altmann (32./PP) und Benjamin Petrik (37./SH). Im Finish setzte Fehervar alles auf eine Karte, Villach brachte die knappe Führung aber über die Zeit.
(APA/red)

Sonntag-Ergebnisse Erste-Bank-Eishockey-Liga - 2. Runde:

  • HK Jesenice - KAC 1:4 (0:2,0:0,1:2). Jesenice, 1.677, Erd.
    Tore: Olsson (51./PP) bzw. Siklenka (11./PP), Koch (18./PP, 59./empty net), Pirmann (47.).
    Strafminuten: 6 bzw. 9 plus 20 (Kirisits).

  • SAPA Fehervar AV19 - EC Rekord Fenster VSV 1:2 (1:0,0:2,0:0) Szekesfehervar, SR Cervenak,
    Tore: Kovacs (17.) bzw. Altmann (32./PP), Petrik (37./SH).
    Strafminuten: 14 bzw. 16

  • UPC Vienna Capitals - EHC LIWEST Linz 5:7 (3:2,1:3,1:2). Wien, Eissportzentrum Kagran, 5.500, Altersberger/Smetana.
    Tore: Fischer (5.), Gratton (6.), Lupaschuk (14./PP, 37.), Björnlie (50./PP2) bzw. Baumgartner (4.), Veideman (15.), Quellette (24./PP, 45.), Keller (28.), Mitterdorfer (36./PP), Hisey (60./empty-net).
    Strafminuten: 12 bzw. 24 plus 10 Minuten Disziplinarstrafe Scholz.

  • Olimpija Laibach - Moser Medical Graz 99ers 0:1 (0:1,0:0). Laibach Tivoli, Berneker/Veit.
    *Abbruch nach dem zweiten Drittel wegen Unbespielbarkeit des Eises.
    Tor: Iberer (18. PP1)

  • Medvescak Zagreb - Znojmo 4:3 n.P. (1:0,2:2,0:1/0:0/1:0)