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Foto: Reuters/CHARLES PLATIAU

Bei der D9-Konferenz im Mai zeigte Microsoft eine kleine Vorschau auf sein neues Betriebssystem Windows 8. Bei der BUILD-Entwicklerkonferenz, von 13. - 16. September, soll der Konzern das OS genauer vorstellen.

Zwei Oberflächen

Bisher weiß man, dass der Nutzer bei Windows 8 zwischen zwei Oberflächen wählen kann. Das Metro-Design ist an Windows Phone 7 angelehnt und arbeitet mit den sogenannten „Live-Kacheln", alternativ kann man auch das klassische Desktop-Design nutzen. Windows 8 soll auch über einen eigenen App Store verfügen und in HTML und Javascript geschriebene Apps unterstützen.

Von Tablet bis High-End-PC

Microsoft möchte, dass das Betriebssystem sowohl auf einem 8-Zoll großen Tablet funktioniert als auch auf einem High-End-PC mit großem Monitor. Gegenüber AllThingsD sagte Windows-Chef Steven Sinofsky: „Es ist „kein Kompromiss" und das ist und wirklich wichtig."

Konkurrenz schläft nicht

Für Microsoft ist es wichtig seine Stärke im Desktop- und Laptop-Segment zu bewahren. Im mobilen Bereich wurde Microsoft bereits von Google und Apple überholt und auch im Laptopbereich schläft die Konkurrenz nicht. Mit Chrome OS und Mac OS X Lion haben die beiden Kontrahenten bereits neue Betriebssysteme vorgestellt.

In 8 Sekunden booten

In den letzten Wochen wurden bereits einige Details zum neuen Betriebssystem bekannt. So soll Windows 8 in acht Sekunden hochfahren können und das umstrittene „Ribbon"-Interface von Office soll auf Windows übertragen werden.

x86 und ARM

Es wird erwartet, dass auf der BUILD die Chip-Hersteller um die Aufmerksamkeit der Presse und Entwickler wetteifern werden. Auf der Consumer Electronics Show gab Microsoft bekannt, dass Windows 8 nicht nur die x86-Prozessoren von Intel und AMD unterstützen wird, sondern auch ARM-CPUs von Texas Instruments, Qualcomm und Nvidia.

Portierung auf ARM

Bei der Entwicklerkonferenz wird sich zeigen, wie gut Windows 8 auf ARM-Prozessoren läuft. Fraglich ist ob die Portierung bereits so weit fortgeschritten ist, dass Microsoft nicht nur für Intel-CPUs veröffentlicht sondern auch für ARM-Prozessoren. Auch ob die Entwickler alle Tools zur Verfügung gestellt bekommen, um ihre Applikationen auf die ARM-Architektur zu portieren, ist derzeit noch unklar.

Es wird sich auch zeigen, wie weit Microsoft seine eigenen Programme bereits an Windows 8 angepasst hat. Nicht nur die Unterstützung für ARM-Prozessoren ist dabei von Bedeutung, sondern auch wie sich die Programme an das neue Design des Betriebssystems anpassen. Im Mai stellte Microsoft eine angepasste Version des Internet Explorer 10 vor. Auch das Office auf PCs mit ARM-Prozessoren läuft, wurde schon gezeigt.

Windows 8 auf Tablet

Doch nicht nur die Software ist für die Entwickler von Interesse. Auch die Hardware auf der diese präsentiert wird, wird mit Spannung erwartet. Gerüchten zufolge soll Windows 8 auf einem Tablet an die Entwickler ausgegeben werden. Schon auf der Microsoft Partner-Konferenz wurde das Betriebssystem auf einem Tablet vorgestellt. Das Tablet soll von Samsung gefertigt werden und einen Intel-Prozessor besitzen.

Intel Tablets

Bisher sind nur wenige Intel Tablets mit Windows 7 erschienen, was vor allem an der schlechten Performance des einkernigem Tablet-Atom Z670 liegt. Tablets mit einem Einkern-ARM-Prozessor laufen hingegen passabel, wie heise.de berichtet. Intel wird vor dem Marktstart von Windows 8 einen stärken Prozessor für Tablets fertigstellen müssen, um konkurrenzfähig zu sein. Auf der Tech Ed in Neuseeland stellte Microsoft einen Quad-Core-ARM-SoC vor, was bedeutet, dass Windows 8 ebenfalls starke Hardware benötigt.

Atom ungeeignet

Die bisher schon verfügbaren Dual-Core-Atom-Prozessoren sind für Tablets ungeeignet. Sie sind teuer und brauchen mehr Strom und Platinenfläche als ARM-Chips. Die Kompatibilität von Windows 8 zu ARM-Prozessoren ermöglicht Microsoft endlich am Tabletmarkt mitzumischen und Nvidia und Co auch im Laptop-Bereich Fuß zu fassen. Für Intel bedeutet die Neuerung, dass möglichst schnell passable Prozessoren für den mobilen Bereich entwicklet werden müssen, um nicht zuviele Marktanteile an die Konkurrenz zu verlieren. (soc)