Wien - Das österreichische Volleyball-Nationalteam ist bei der Heim-EM schon vor seinem letzten Gruppenspiel ausgeschieden. Slowenien gewann am Montag in der Wiener Stadthalle im Nachmittagsspiel von Pool A gegen die Türkei 3:2 (18,23,-16,-19,12), nur bei einem 0:3 der Türken hätten die Österreicher noch eine theoretische Chance gehabt. Dafür hätte die ÖVV-Truppe allerdings am Abend (20.10 Uhr, ORF Sport Plus) gegen den WM-Dritten Serbien einen unwahrscheinlichen 3:0-Erfolg landen müssen.

Die am Vortag gegen das ÖVV-Team 3:0 siegreich gebliebenen Türken zeigten Moral, indem sie ein 0:2 wettmachten. Die Männer vom Bosporus waren schon knapp am Gewinn des zweiten Durchgangs gewesen, doch eine umstrittene Entscheidung und ein Strafpunkt wegen Kritiks ließ ihnen den Satz entgleiten. Dann aber übernahmen sie das Kommando, beendeten die letzte ÖVV-Hoffnung. Letztlich sicherte sich Slowenien vor den Türken Platz zwei. Durch das 3:2 ist Serbien Gruppensieger und erster Viertelfinalist.

Auf wen Slowenien und die Türkei am Mittwoch im Play-off der Zweit- gegen die Drittplatzierten trifft, entschied sich im Innsbrucker Abendspiel zwischen Italien und Frankreich. Durch ein 3:0 gegen Belgien schafften die davor sieglos gewesenen Finnen mit Unterstützung von rund 600 mitgereisten Fans noch den Aufstieg. Die Belgier mussten auf ein 0:3 der Franzosen im Abendspiel gegen Italien hoffen, um doch noch das Play-off-Ticket zu lösen. Ein 3:0-Erfolg würde Frankreich hingegen noch den Sieg in Pool C bringen.

Neben Österreich erwischte es in der Karlsbader Gruppe B Portugal nach einem 0:3 gegen Estland. Die Balten schlossen den Pool damit als Dritter ab. Schließlich ließ in der Prager Gruppe D Deutschland gegen Bulgarien seine Mini-Chance auf den Aufstieg ungenutzt, kassierte sein drittes 1:3. Die Bulgaren setzten sich an die Tabellenspitze, die Slowakei hatte gegen Polen aber noch die Chance, sie abzufangen. Die Deutschen liefen noch Gefahr, EM-Letzter zu werden. Dafür war aber zumindest ein 2:3 Österreichs nötig. (APA)