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Nicht unterzukriegen: Thomas Muster.

Foto: APA/Parrigger

Todi - Fast exakt ein Jahr nach dem ersten und bisher einzigen Sieg seit seinem Comeback hat Thomas Muster für eine kleine Sensation gesorgt. Der bald 44-jährige Österreicher besiegte am Dienstag beim 30.000-Dollar-Sandplatz-Challenger im italienischen Todi den als Nummer fünf gesetzten Argentinier Leonardo Mayer mit 4:6,7:5,6:2. In Runde zwei trifft Muster nun auf seinen Landsmann Martin Fischer, der sich gegen den Italiener Daniele Giorgini ebenfalls in drei Sätzen durchgesetzt hatte.

Muster, der einstige Sandplatz-König und 44-fache Turniersieger, schien auch gegen den Weltranglisten-119. Mayer lange auf der Verlierstraße zu sein. Doch ausgerechnet als der 24-jährige Argentinier im zweiten Satz auf das Match servierte, kam der Österreicher durch einen Doppelfehler zu einem Break und gleich darauf zum Satzausgleich.

Durch diesen Etappenerfolg der Nummer 1.006 der Weltrangliste ließ sich Mayer so irritieren, dass er im dritten Satz schnell mit 0:3 in Rückstand geriet. Muster ließ danach mit all seiner Routine nichts mehr anbrennen und servierte nach etwas mehr als zwei Stunden zum unerwarteten Matchgewinn gegen den um 20 Jahre jüngeren Gegner aus.

Muster hatte bisher in einer "zweiten Karriere" immer wieder gute Matches und beachtliche Ergebnisse geliefert. Siege waren ihm dabei aber kaum gelungen. Zuletzt hatte er vergangenen August beim Heimturnier in Kitzbühel auf höchstem ATP-Level gespielt und nach einem raschen Aus in Runde eins seine Grenzen eingestanden.

Nachdem er sich danach wieder Auftritte auf Challenger-Ebene verordnet hatte, wird Muster im Oktober beim Wiener Hallenturnier seinen voraussichtlich letzten Auftritt auf der ganz großen Tennisbühne geben. Zuvor spielt er noch die Challenger in Laibach und Palermo.

"Das Ergebnis ist super. Offensichtlich hat sich ausgezahlt, dass er nach den vielen Matches im Frühjahr und im Sommer zuletzt etwas zurückgesteckt und nicht jede Woche Vollgas gegeben hat", freute sich sein Manager Herwig Straka. Gegen Fischer hat Muster heuer schon gespielt und im März ebenfalls bei einem italienischen Sand-Challenger glatt mit 0:6,3:6 verloren. "Vielleicht motiviert ihn das zu einer Revanche", sagte Straka. (APA/red)