Peshawar - Bei einem Selbstmordanschlag im Nordwesten Pakistans sind am Donnerstag mindestens 23 Menschen getötet und 50 verletzt worden. Die Bombe explodierte nach Angaben der Polizei während einer Beerdigung in der Stadt Jandol. "Der Anschlag richtete sich klar gegen die Mitglieder der lokalen (Anti-Taliban-)Miliz", sagte ein Polizeisprecher. "Der Attentäter kam zu Fuß und sprengte sich inmitten der Menschen in die Luft, als diese zu beten beginnen wollten." Zu dem Anschlag bekannte sich zunächst niemand.

Die Anschläge der pakistanischen Taliban zielen immer öfter auf die Milizen ab, die sich in den unruhigen Stammesgebieten im Nordwesten des Landes bilden. Die Taliban haben angekündigt, ihre Angriffe in Pakistan zu verstärken, um den Tod von Al-Kaida-Chef Osama bin Laden im Mai zu rächen. Bei einem Anschlag auf einen Schulbus vergangenen Dienstag, zu dem sich die pakistanischen Taliban bekannten, starben vier Kinder, die zu einem Stamm gehörten, dessen Miliz gegen die Taliban kämpft.  (APA)