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Die nächste Chance, Gabi Burgstaller an der Spitze der Salzburger Politik abzulösen, kommt für Haslauer Anfang 2014.

Foto: APA/Gindl

Saalfelden - Der Salzburger Parteiobmann Wilfried Haslauer hat als Gastgeber der zweitägigen ÖVP-Klubklausur im Pinzgauer Saalfelden Anfang September wohl vielen Bundesheerangehörigen aus der Seele gesprochen: Er orte eine "tiefe Unzufriedenheit" mit der aktuellen Debatte um die Wehrpflicht in der Bevölkerung. Haslauer forderte - entgegen der offiziellen Bundeslinie - eine Volksbefragung zum Thema noch diesen Herbst.

Bei der Bundespartei machte sich Salzburgs Landeshauptfraustellvertreter mit seinem Zwischenruf nicht beliebt. "Nicht aktuell", ließ ihm Parteiobmann Michael Spindelegger ausrichten.

Haslauers Vorstoß war nicht sein erster Ausflug in die Bundespolitik. Schon im Jänner hatte er einen "Österreich-Dienst" vorgeschlagen. Diese Variante der allgemeinen Wehrpflicht würde die Wahlmöglichkeit zwischen Zivil- und Wehrdienst vorsehen. Die Zahl der Rekruten solle auf 15.000 statt derzeit 25.000 beschränkt werden. Auch in der Bildungspolitik hatte Haslauer bereits Extratouren unternommen und die flächendeckende Einführung der Neuen Mittelschule verlangt.

Trotz dieser thematischen Ausflüge in die Sphären der Bundespolitik: So richtig "nach Wien" zieht es Haslauer nicht. Das Angebot, in der Regierung Spindelegger Justizminister zu werden, hat Rechtsanwalt Haslauer dankend abgelehnt. Lieber wolle er für Salzburg arbeiten.

Haslauer hofft bei den Landtagswahlen Anfang 2014 Landeshauptfrau Gabi Burgstaller (SPÖ) ablösen zu können und so in die Fußstapfen seines verstorbenen Vaters zu treten. In den Umfragen liegen Schwarz und Rot derzeit etwa gleichauf. (neu, STANDARD-Printausgabe, 16.9.2011)