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Schwarzenegger sondiert Projekte

Foto: APA/HELMUT FOHRINGER

Los Angeles/ Reykjavik  - Arnold Schwarzenegger arbeitet offenbar an mehreren Fronten an seinem Filmcomeback. Laut einem Bericht der isländischen Zeitung "Frettabladid" hat ihn die junge, aus Island stammende Regisseurin Eva Maria Daniels für ihren Streifen "Captive" ("Der Gefangene") verpflichtet. Der 63-Jährige soll darin einen Architekten spielen, der in in Brasilien gekidnappt und 40 Tage gefangen gehalten wird. Er wurde von Daniels für die Hauptrolle verpflichtet, nachdem ihr Robert de Niro abgesprungen war. "Captive" ist das erste große Hollywood-Projekt der in den USA lebenden, 32-Jährigen Regisseurin. Der Film ist mit 30 Mio. Dollar budgetiert, die Dreharbeiten sollen kommendes Jahr beginnen.

Daniels zeigte sich laut "Frettabladid" von ihrem neuen Hauptdarsteller begeistert. Er habe in den Proben für die Rolle, die "nicht typisch für ihn" sei, hervorragend gespielt: "Er hat eine bescheidene Art und hat offenbar eine harte Zeit hinter sich". Zuletzt hatte  "Variety" im Juli berichtet, dass Schwarzenegger in dem Westerndrama "The Last Stand" unter der Regie des Südkoreaners Kim Jee-Woon einen alternden Kleinstadt-Sheriff spielen soll, der sich an der Grenze zu Mexiko mit Drogenbossen anlegt. Die Dreharbeiten sollten schon heuer beginnen. Unklar ist, ob Schwarzenegger an beiden Projekten gleichzeitig arbeiten wird und welcher der beiden Filme als erster in die Kinos kommen soll.

"Point Break"

Vor 20 Jahren schleuste Regisseurin Kathryn Bigelow den jungen Keanu Reeves in "Point Break - Gefährliche Brandung" als Undercover-Agent in die Surfer-Szene ein. Der 2009 verstorbene Patrick Swayze glänzte in dem Thriller als Surf-Guru und zwielichtiger Bankräuber. Nun soll der Action-Thriller aus dem Jahr 1991 neu aufgelegt werden, berichtet "Variety". Die Firma Alcon Entertainment hat sich die Kinorechte gesichert und ist nun auf der Suche nach einem Regisseur.

Drehbuchautor Kurt Wimmer ("Salt", "Gesetz der Rache") hat bereits das Skript geschrieben. Das Remake sei in der Szene des internationalen Extremsports angesiedelt, teilte Alcon mit. Wie im Original werde ein Geheimagent in eine kriminelle Bande eingeschmuggelt. "Gefährliche Brandung" war Bigelows vierter Spielfilm. 2010 erhielt sie für den Irakkrieg-Thriller "Tödliches Kommando - The Hurt Locker" als erste Frau den Oscar für die beste Regie.

"Sparkle"

 Fünfzehn Jahre nach ihrem letzten Filmauftritt möchte die amerikanische Sängerin Whitney Houston wieder als Schauspielerin vor der Kamera stehen. Wie der "Hollywood Reporter" berichtet, verhandelt Houston um eine Rolle in dem Musikfilm "Sparkle". Es handelt sich um ein Remake des gleichnamigen Streifens aus dem Jahr 1976 über den Aufstieg dreier Schwestern als Sängerinnen. Für die Hauptrolle der jüngsten Schwester "Sparkle" ist die "American Idol"-Gewinnerin Jordin Sparks vorgesehen. Houston, die auch als ausführende Produzentin beteiligt ist, soll ihre Mutter spielen.

Die Dreharbeiten sollen im Oktober unter der Regie von Salim Akil beginnen. Das Original war von der Karriere der "Supremes"-Schwestern in den 1950er Jahren in Harlem inspiriert. Irene Cara war 1976 in der Hauptrolle der jüngsten Schwester zu sehen. Das Remake ist in den späten 1960er Jahren in der Motown-Musikszene von Detroit angesiedelt. Houston war zuletzt 1996 in dem Film "Rendezvous mit einem Engel" auf der Leinwand zu sehen. Davor spielte sie in "Waiting to Exhale - Warten auf Mr. Right" und "Bodyguard" mit. (APA)