Wien - ORF-Redakteur Ed Moschitz habe zwei Skinheads angestiftet, auf einer Wahlveranstaltung der FPÖ deren Chef Heinz-Christian Strache "Sieg Heil" entgegenzurufen. Das behauptete Strache bei dem Dreh im März 2010 für eine später ausgezeichnete Schauplatz-Doku über Jugendliche "Am rechten Rand" und zeigte Moschitz wegen Anstiftung zur Wiederbetätigung an.

Im Frühsommer 2011 stellte die Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt das Ermittlungsverfahren ein. Der Oberste Gerichtshof bestätigte in einem Grundsatzurteil, dass weitere Aufnahmen abseits der FP-Veranstaltung vom Redaktionsgeheimnis geschützt sind. Diesen Dienstag plante das Straflandesgericht Wien zu verhandeln, ob Strache mit seinen Behauptungen gegen Moschitz üble Nachrede beging.

Aufschub für Strache

Doch die FPÖ bat nach STANDARD-Infos um Aufschub, Strache sei zu beschäftigt. Die Verhandlung wurde auf November vertagt. (fid/DER STANDARD; Printausgabe, 19.9.2011, online ergänzt)