Der KAC hat am Sonntag das 290. Kärntner Eishockey-Derby klar gewonnen. Der Rekordmeister setzte sich in der ausverkauften Villacher Stadthalle dank später Treffer 3:0 (0:0,0:0,3:0) durch. Die zuletzt spielfrei gewesenen Klagenfurter feierten damit in der vierten Runde der Erste Bank Liga den dritten Sieg. Mehrere Unterbrechungen wegen dichten Nebels auf der Eisfläche, die durch den Einsatz von Ventilatoren aber jeweils nur einige Minuten dauerten, hatten das Spiel in die Länge gezogen.

In dem nicht allzu hochklassigen Match dauerte es vor 4.500 Zuschauern sehr lange, bis der erste Treffer fiel. Nach nach einem Kuznik-Fehler traf Tyler Scofield zehn Minuten vor dem Ende zur Führung. Paul Schellander sorgte in der 56. Minute für die Entscheidung, er verwertete den Rebound nach einem Koch-Schuss. In den Schlusssekunden erhöhte Scofield noch auf 3:0.

Den lange ebenbürtigen Villacher, die die jüngsten beiden Ligaspielen gewonnen hatten, verloren damit auch das fünfte Aufeinandertreffer mit dem Lokalrivalen in Folge. Vizemeister KAC verbesserte die Derby-Bilanz dank des Auswärtserfolges auf 148:123 Siege. 19 Spiele waren mit einem Remis zu Ende gegangen.

Caps verspielen Führungen, siegen nach Penaltyschießen

Nach zwei Niederlagen en suite haben die Vienna Capitals wieder einen Sieg gefeiert. Die Wiener mussten bei Znojmo allerdings ins Penaltyschießen, wo Peter Casparsson den entscheidenden Schuss versenkte und das etwas mühevoll erspielte 6:5 (1:0,2:3,2:2/0:0/1:0) sicherstellte. Schließlich hatte man jeweils eine 3:0- und 5:3-Führung verjuxt.

Vor rund 3.000 Zuschauern brachten Oraze (5.), Ferland (24.) und Nageler (27.) die dominanten und routinierteren Wiener mit 3:0 in Front. Lattner allerdings nutzte die Spieldauer-Strafe Kavanaghs nach hohem Stock zu einem Doppelpack und den 2:3-Anschluss (32., 36.), wenig später traf Havlik sogar zum viel umjubelten Ausgleich.

Auch die Treffer von Gratton (41.) und Lupaschuk (45.) bedeuteten nicht die Vorentscheidung, Znojmo rettete sich dank Podvesa (55.) und einem Last-Minute-Tor Borutas (59.) in die Verlängerung. "Der Ausschluss von Kavanagh hat uns etwas aus der Bahn geworfen", resümierte Caps-Coach Tommy Samuelsson. "In der Schlussphase haben wir zu passiv gespielt. Aber unser Ziel, zwei Punkte zu machen, haben wir erreicht."

Salzburg biegt Jesenice

Eishockey-Meister Salzburg hat im dritten Saisonspiel den zweiten Sieg gefeiert. Die Salzburger setzten sich auswärts vor 1.500 Zuschauern gegen das weiterhin punktlose Schlusslicht Jesenice knapp mit 3:2 (1:2,1:0,1:0) durch. Die Truppe von Trainer Pierre Page kam in der vierten Runde der Erste Bank Liga nach der Auftaktpleite gegen den KAC zum zweiten Erfolg en suite.

Neuzugang Robert Earl sorgte mit zwei Toren (3./PP, 30.) dafür, dass die Salzburger nach zwei Dritteln bei einem Remis hielten. Für Jesenice hatten Tosic (7.) und Berlisk (12.) getroffen. Für die Entscheidung zugunsten der Gäste sorgte schließlich Brent Aubin mit einem Powerplaytreffer sieben Minuten vor Schluss.

Linz stürzt Tabellenführer

Die Linzer Black Wings haben Olimpija Ljubljana von der Spitze der Liga gestoßen. In eigener Halle feierten die Oberösterreicher einen verdienten 4:2-(2:1,2:1,0:0)-Erfolg und damit den dritten Sieg im vierten Saisonspiel.

Nach einem verhaltenen Start der Gastgeber kam der Doppelpack von Linz-Stürmer Ouellette (8., 9.) - beide Male im Powerplay - wie aus dem Nichts. Auch der Anschlusstreffer der Slowenen durch Vedlin (16.) brachte die Black Wings nicht aus dem Konzept, dennoch ließ zu Beginn des zweiten Drittels die Chancenauswertung zu wünschen übrig.

Goalie Westlund wiederum hatte zu alter Stärke gefunden und parierte mehrere Schüsse von Olimpija. Mairitsch erhöhte schließlich auf 3:1 (34.), weil Linz aber etwas zu wenig für die Partie tat, gelang den Gästen (38.) nochmals der Anschlusstreffer. Leahy fand nur eine Minute später die perfekte Antwort (39.). Im torlosen Schlussdrittel konzentrierte sich die Truppe von Trainer Daum schließlich erfolgreich darauf, das 4:2 über die Runden zu bringen. 

Bittere Heimniederlage für Graz

Die Graz 99ers mussten sich gegen Szekesfehervar in der Eishalle Liebenau vor 1.350 Zuschauern mit 2:3 (0:2,1:0,1:1) geschlagen geben. Damit hat die Mannschaft von Coach Mario Richer in dieser Saison beide bisherigen Heimspiele verloren.

Wie schon gegen die Capitals gerieten die Steirer im ersten Drittel in Rückstand. Palkovics und Sofron brachten die Ungarn mit 2:0 in Führung. Die Grazer Fans mussten bis zur 34. Minute auf das erste Tor ihres Teams warten. Jarrett sorgte für den Anschlusstreffer.

Als die 99ers im Schlussdrittel auf den Ausgleich drängten, gelang es Szekesfehervar durch Sikorcin in der 48. Minute erneut, einen Zweitorevorsprung herzustellen. Der Grazer Lembacher traf aber postwendend zum 2:3. In der Schlussoffensive kamen die Steirer zwar zu einigen Chancen, der Ausgleich gelang aber nicht mehr. (APA)