Wien - Das in Frankfurt notierte österreichische Pharmaunternehmen Sanochemia Pharmazeutika leidet weiter unter Umsatzrückgängen durch übervolle Lager beim Alzheimer-Wirkstoff Galantamin. Im ersten Halbjahr (per Ende März) ist der Konzernumsatz um fast ein Drittel auf 6,8 (9,8) Mio. Euro zurückgegangen. Das Betriebsergebnis (EBIT) verschlechterte sich drastisch auf minus 4,3 (minus 0,5) Mio. Euro. Dies teilte das Unternehmen am Mittwoch ad-hoc mit.

Dennoch solle das für 2002/03 geplante Umsatzwachstum zwischen 10 und 20 Prozent erreicht werden. Die dramatischen Umsatzrückgänge seien nach wie vor auf die "verschobene Bedarfseindeckung für synthetisches Galantamin" zurückzuführen. "Die Galantamin-Vorräte scheinen (aber) weitgehend abgebaut zu sein, ab dem vierten Quartal ist wieder mit kontinuierlichen Aufträgen zu rechnen", teilte das Unternehmen in der Aussendung mit.

Hohe Aufwendungen für Forschung und Entwicklung

Zum verschlechterten Betriebsergebnis hätten auch die geplant hohen Aufwendungen für Forschung und Entwicklung beigetragen, die mit 3 Mio. Euro doppelt so hoch wie im Vorjahr gewesen seien. Das Unternehmensergebnis zum Halbjahr betrug minus 1,1 (plus 1) Mio. Euro, der Verlust pro Aktie belief sich auf minus 10 (plus 10) Cent.

Im Geschäftsbereich Synthese - in den die Galantamine fallen - wurde im ersten Halbjahr ein Umsatz von nur 1,6 (4,4) Mio. Euro erzielt. Der Bereich Humanpharmaceutika brachte Erlöse von 5,2 (5,4) Mio. Euro.

Im burgenländischen Neufeld soll mit einer geplanten Investition von 3 Mio. Euro die Pharmaproduktion ausgebaut werden. Dadurch werde "die Kapazität verdreifacht und die Kostenstruktur nachhaltig verbessert", verspricht das Unternehmen.(APA)