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Graz - Wie weit sollen die Universitäten in die Autonomie entlassen werden, wie viel privat vertragen die Hochschulen?

"Die Hochschulen müssen sich in die Gesellschaft, aber auch in die Wirtschaft weiter öffnen. Eines sollte aber klar sein: Es muss eine politische Verantwortung im Hochschulbereich bleiben. Eine funktionierende Hochschulbildung muss im Interesse des Staates, aber auch der Wirtschaft liegen, das heißt aber auch, dass es eine politisch abgesicherte Grundfinanzierung geben muss", sagt Lothar Zechlin, wiedergewählter Rektor der Grazer Karl-Franzens-Universität und einer der "Hausherren" der internationalen Rektorenkonferenz, zu der von Donnerstag bis Samstag in Graz rund 500 RektorInnen aus 40 Ländern erwartet werden.

Die Frage der Autonomie der Hochschulen, aber auch die daraus folgende Problematik der Qualitätssicherung - und dies auf einem einheitlichen europäischen Standard - stehen im Zentrum dieser bisher größten europäischen Bildungstagung dieser Art. In Österreich sei in diesem Zusammenhang bereits eine eigene Agentur zur Qualitätssicherung im Entstehen, sagt Zechlin. Diese werde die Maßstäbe auch für die Fachhochschulen und Privatuniversitäten festlegen und prüfen.

Zechlin im STANDARD-Gespräch: "Es muss letztlich ja abgesichert sein, dass man nicht so aus einer Laune heraus Diplome vergeben kann." Ein weiterer Schwerpunkt der Konferenz: Im Sinne des Bologna-Prozesses soll die Entwicklung einheitlicher europäischer Studiensysteme vorangetrieben werden. (mue/DER STANDARD, Print-Ausgabe, 28. 5. 2003)