Microsoft kann nach einem Ranking der britischen Zeitung "Financial Times" (FT) wieder den Titel des größten Unternehmens der Welt für sich beanspruchen. Nachdem in den vergangenen zwei Jahren General Electric (GE) auf Platz eins stand, hat das Softwareunternehmen den fast schon klassischen Wettstreit wieder einmal für sich entscheiden können.

Wettstreit seit 1996

Seit 1996 wechseln sich Microsoft und GE an der Spitze der FT Global 500 ab. Unter den ersten fünf finden sich 2003 des weiteren Exxon Mobil, Wal-Mart und Pfizer. Neu unter den 20 größten Unternehmen der Welt sind Procter & Gamble, Novartis und die Bank of America. Die BA-CA-Mutter HVB ist aus der jüngsten Rangliste herausgefallen.

GE verlor seine "lebende Legende"

Während die Stärken von Microsoft - die dominierende Position am Softwaremarkt und die immensen Barreserven, trotz des Sinken des Marktwerts um 19,2 Prozent, geblieben seien, habe GE seit dem Abgang des bereits als lebende Legende gehandelten Jack Welch an Glanz verloren, analysiert die FT: Fragen seien laut geworden bezüglich des scheinbar problemlosen Gewinnwachstums, und auch der hohe Anteil der Finanztochter GE Capital an den Konzerngewinnen habe unter den Anlegern Sorge ausgelöst. In der Folge sei der Marktwert von GE zum zweiten Mal binnen eines Jahres um mehr als 100 Mrd. Dollar (85,2 Mrd. Euro) geschrumpft.

Die Unternehmen der FT Global 500 sind, was den Marktwert anbelangt, dieses Jahr ein gutes Stück kleiner geworden. Auf Grund der Kurseinbrüche an den Aktienmärkten haben die Konzerne 2003 einen Marktwert von insgesamt nur noch 12.580 Mrd. Dollar - das sind 22,6 Prozent weniger als im Jahr davor (16.250 Mrd. Dollar).(APA)