Das Modul "Tiangong-1" (hier links) soll zunächst ferngesteuerten Andockmanövern mit dem unbemannten Raumschiff "Shenzhou 8" (rechts) dienen.

Foto: China National Space Administration

Peking - In wenigen Tagen positioniert China den ersten Baustein für seine eigene Weltraumstation: Als Startfenster für das Modul "Tiangong-1", übersetzt Himmelspalast, hat das Reich der Mitte den 27. bis 30. September bestätigt. Die Trägerrakete stünde am Raumfahrtbahnhof in Jiuquan in der nordwestchinesischen Provinz Gansu bereit, sagte am Dienstag ein Sprecher des Projekts laut amtlicher Nachrichtenagentur Xinhua. In den nächsten Tagen seien noch umfangreiche Tests geplant.

Raumstation ab 2020

Das 8,5 Tonnen schwere Modul soll zunächst ferngesteuerten Andockmanövern mit dem folgenden unbemannten Raumschiff "Shenzhou 8" dienen, das ebenfalls in Jiuquan auf seinen Start wartet. Es sind erste Schritte für die Entwicklung einer eigenen chinesischen Raumstation, deren Bau 2020 geplant ist. Mit dem Modul sollen auch Tests für den Betrieb einer bemannten Raumstation gemacht werden.

Der Start war Anfang des Monats wegen eines Fehlschlags mit einer Rakete des Typs "Langer Marsch 2C" im August zunächst verschoben worden. Als Ursache wurde inzwischen ein Problem mit dem Kontrollsystem der kleinen Steuerungsraketen identifiziert. (red/APA)