Wien - Das Wiener Gloria Theater ist hoch verschuldet. Wie das Kontrollamt in einem aktuellen Bericht über die Gebarung des Hauses in den Jahren 2007 bis 2009 feststellt, wies das Theater in Wien-Floridsdorf einen kontinuierlich anwachsenden Schuldenstand seit 2003 auf, mit einem Höchstbetrag von rund 1,4 Millionen Euro im Jahr 2008. Den "negativen finanzwirtschaftlichen Kennzahlen" stehen aber in Bezug zu Eigendeckung und Auslastung "vergleichsweise positive Leistungskenndaten" gegenüber. Gemeinsam mit der Stadt Wien sollen nun neue "Subventionsszenarien" besprochen werden.

Seit einer Subventionserhöhung auf 450.000 Euro pro Jahr seit 2009 (plus 150.000 Euro Entschuldungsbeitrag) konnten in dem von Gerald Pichowetz geleiteten Theater erstmals leicht positive Betriebsergebnisse verzeichnet werden. Dabei ist der Eigendeckungsgrad von 70 Prozent 2009 vergleichsweise hoch, der öffentliche Zuschuss pro Besucher mit 15,6 Euro dagegen niedrig. Das Kontrollamt empfiehlt daher dem Wiener Kulturamt daher, ein "nachhaltiges Sanierungskonzept" zur Sicherung des Fortbestandes des Theaters zu erarbeiten. (APA)