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Gian Piero Gasperini nimmt Inter-Dauerbrenner Javier Zanetti beim Out-Einwurf unter die Lupe, macht dabei allerdings keinen wirklich zuversichtlichen Eindruck.

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Novara - Nächster Nierenschlag für Inter Mailand. Der 18-malige italienische Meister unterlag am Dienstag in der Serie A mit 1:3 (0:1) bei Aufsteiger Novara Calcio und bleibt damit auch nach drei Spielen sieglos. Für den neuen Trainer Gian Piero Gasperini könnte es bereits der letzte Auftritt auf der Bank des Pokalsiegers gewesen sein.

Zum Liga-Auftakt hatte Inter 3:4 bei US Palermo verloren, anschließend waren die Nerazzurri nicht über ein 0:0 gegen den AS Rom hinaus gekommen. Zudem setzte es in der Champions League gegen den krassen Außenseiter Trabzonspor im heimischen Giuseppe-Meazza-Stadion ein 0:1.

Und nun das: Riccard Meggiorini schoss den Aufstieger in der 38. Minute in Führung, Marco Rigoni gelang in der 86. Minute per Foulelfmeter das 2:0. Cambiasso ließ die Mailänder, die nach der Roten Karte für Ranocchia (85./Notbremse) mit nur zehn Mann auskommen mussten, durch das Anschlusstor in der 89. Minute noch einmal kurz hoffen, ehe Rigoni in der 91. Minute alles klar machte. Es war der erste Sieg für Novara in der Serie A seit 55 Jahren.

Inters Abwehrchef Lúcio hat sich inzwischen für seinen Tritt gegen Romas niederländischen Torwart Maarten Stekelenburg am Wochenende entschuldigt. "Es tut mir wirklich sehr leid. Ich habe Stekelenburg nicht gesehen, weil ich ganz auf den Ball konzentriert war. Während der Pause habe ich mich nach seinem Zustand erkundigt." Stekelenburgs Landsmann  Wesley Snejider habe versichert, dass der Roma-Goalie wohlauf sei. "Jetzt bin ich beruhigt", sagte Lúcio, der wegen des Tritts gegen den Schlussmann, nach dem dieser das Bewusstsein verloren hatte, mit einer Gelben Karte bestraft wurde.

Stekelenburg, der den Sonntag zur Kontrolle in der Mailänder Klinik Niguarda verbracht hatte, kehrte am Montag nach Rom zurück. Er kam glimpflich davon: Es wurde zum Glück nur eine Gehirnerschütterung diagnostiziert. Stekelenburg wird voraussichtlich drei Wochen ausfallen. (red)