Wer in Rohstoffe investiert - und nicht nur kurzfristige Trading-Positionen unter einem Monat Haltedauer einnimmt kommt an einer Auseinandersetzung mit der entsprechenden Terminkurve nicht vorbei: Abgesehen von Gold und Silber sind Rohstoffe fast ausschließlich über Futuresmärkte investierbar; ein Kassahandel analog zu Aktienmärkten scheitert - gerade für den privaten Anleger nicht nur an Lager- und Lieferkosten, oftmals kann auch gar nicht von einem transparenten und liquide handelbaren Kassamarkt, dem so genannten Spot-Markt, ausgegangen werden.

Die Terminkurve eines Rohstoffes kann zwei Formen annehmen: Langfristige Lieferfälligkeiten sind teurer als kurzfristige (Contango) und umgekehrt (Backwardation). Die ansteigende Contango-Terminkurve beschert Investoren Roll-Verluste, da anlässlich eines jeden Futures-Verfalls die Position in dem nächsten, teureren Kontrakt neu aufgebaut werden muss, wozu lediglich die Mittel aus dem gerade verfallenden, günstigeren Kontrakt zur Verfügung stehen. Indizes, die diesem statischen Rollkonzept folgen, stehen somit zwangsläufig vor dem gleichen Problem wie die Anleger: Auch ihre Performance leidet unter den Rollverlusten. Das Indexteam der DZ Bank hat sich dieses Gegenstandes angenommen und ein intelligentes, dynamisches Indexkonzept entwickelt, in dem Rollverluste zumindest verringert und mögliche Rollgewinne maximiert werden.

Index währungsgesichert und nicht währungsgesichert

Der DZ Best Commodity Index setzt sich aus 8 Subindizes zusammen, welche vier Rohstoffsektoren abbilden: Energieträger (Indexgewichtung 35 Prozent, repräsentiert zu 65 Prozent durch Rohöl und 35 Prozent Erdgas), Edelmetalle (15 Prozent, hälftig Gold und Silber), Industriemetalle (25 Prozent; hälftig Aluminium und Kupfer) und Agrarrohstoffe (25 Prozent; hälftig Mais und Weizen).

Auch im Index der DZ Bank kommt es einmal monatlich zur „Rolle". Zur Verfügung stehen jedoch nicht, wie in klassischen, statischen Indexkonzepten, lediglich der nächste Futures-Kontrakt, sondern alle verfügbaren Kontrakte der Terminkurve. Um Investitionen in illiquide Fälligkeiten zu verhindern, wird ein rohstoffspezifischer Liquiditätsfilter angewandt; danach wird der Kontrakt ausgewählt, der Rollverluste minimiert. Um die als repräsentativ ermittelte Gewichtung der Sektoren und Rohstoffe untereinander zu gewährleisten, erfolgt ebenfalls monatlich eine Neugewichtung auf die Startgewichte (Rebalancing).

ZertifikateReport-Fazit: Im modularen Konzept der DZ Bank sind nicht nur der Best Commodity Index, sondern auch alle acht Subindizes einzeln investierbar: Jeweils in einer währungsgesicherten (Quanto-Euro) und in einer nicht währungsgesicherten Version mit US-Dollar-Risiko. Managementgebühren in Höhe von lediglich 0,3 Prozent p.a. kommen nicht im Index, sondern nur in den Indexzertifikaten zum Abzug.