Wien - "Alzheimer und Demenz sind leider noch immer auf dem Vormarsch. Umso wichtiger ist es, gute Betreuung für die Betroffenen sicherzustellen", betonte Gesundheitsminister Alois Stöger anlässlich des heutigen Welt-Alzheimertages in einer Aussendung. Die Kommunikation mit Demenzkranken stellt eine spezielle Anforderung an die Pflegenden dar, weil der Verlust der Kommunikationsfähigkeit zur Krankheitsbild gehört.

Nur wenige der Betreuungspersonen sind speziell im Umgang mit demenzkranken Menschen geschult, woraus immer wieder Unsicherheit, Hilflosigkeit und Überforderung resultieren. "Aus diesem Grund haben wir eine neue Broschüre erarbeitet, die praktische Handlungsanleitungen auf dem neusten Stand der Wissenschaft für alle Menschen bietet, die sich mit an Demenz erkrankten Patienten auseinandersetzen.

Personenzentrierte und gendersensible Kommunikation, die dementiell veränderte Frauen und Männer als einzigartige Personen mit eigener Geschichte und eigenem sozialen Umfeld respektiert, kann auf vielfältige Weise einfühlsam geschehen. Die Möglichkeiten liegen nicht nur in der Sprache, menschliche Kommunikation kann beispielsweise auch über Augenkontakt, Gesten, Mimik und Berührungen geschehen. Die Broschüre richtet sich an Menschen in Gesundheits- und Sozialberufen, ehrenamtlich Tätige sowie freiwillig Helfende und kann gratis unter www.bmg.gv.at bestellt beziehungsweise downgeloadet werden. (red)