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Jürgen Melzer: "Die Titelverteidigung wird schwierig."

Foto: APA/ Emmanuel Schawaller

Wien - Das traditionelle Wiener Stadthallen-Tennis-Turnier geht heuer erstmals als Erste Bank Open in Szene und darf sich vom 22. bis 30. Oktober gleich über eine ausgezeichnete Besetzung freuen. Der zweifache Titelverteidiger Jürgen Melzer wird es schwer haben, als erster Spieler den Hattrick am Vogelweidplatz zu holen: Jo-Wilfried Tsonga, die aktuelle Nummer 10 der Welt aus Frankreich, führt das Feld vor Juan Martin del Potro (ARG/ATP-Nr.13), Richard Gasquet (FRA/15) und Viktor Troicki (SRB/16) an, Melzer ist als Nummer 5 gesetzt.

"Die Titelverteidigung wird schwierig werden, wenn man sich das Feld anschaut. Aber klar, das muss das Ziel sein, wenn man in Wien antritt und zweimal hintereinander gewonnen hat", sagte Melzer mit Blick auf ein Starterfeld, für das aktuell die Nummer 46 der Welt den letzten direkten Platz erhält. Der "cut-off" bei 46, das hat es laut Informationen der Veranstalter vor zehn Jahren zuletzt gegeben. Mit ein Grund dafür ist auch, dass das normalerweise parallel stattfindende Turnier in Montpellier einen neuen Termin hat. Nicht zuletzt dadurch wurde wohl auch die Verpflichtung der zwei starken Franzosen möglich.

Einschlagen in Kuala Lumpur

Melzer, der am Donnerstagabend nach Kuala Lumpur abfliegt, möchte sich auf seiner Asien-Tour (danach noch Peking und Shanghai) gut für Wien einschlagen. "Für mich wäre sehr wichtig, jetzt in Asien ordentlich zu spielen, Punkte zu sammeln und wieder Selbstvertrauen zu sammeln, womit ich ja in Belgien begonnen habe", sagte Österreichs Nummer 1. "Mich freut es für das Turnier, das es so ein gutes Feld hat. Im Tennis kann man sich nicht verstecken, das ist auch das Schöne in dem Sport."

Österreichs Sportler des Jahres 2010 hat am Dienstag eine besondere Ehrung erfahren: In seiner Heimatstadt Deutsch Wagram wurde eine "Jürgen-Melzer-Gasse" geschaffen. "Ja, das war sehr schön. Wenn man in seiner Heimatgemeinde eine Straße bekommt, heißt es, dass man etwas erreicht hat. Man hat gesehen, dass Deutsch Wagram auch stolz ist auf mich", freute sich Melzer, der am Montag und Dienstag auch ein Foto-Shooting für "adidas" absolviert hat. Zum Vorschlag des aktuellen ÖTV-Präsidenten Ernst Wolner, Melzers Manager Ronnie Leitgeb zu dessen Nachfolger zu machen, wollte Melzer nichts sagen: "Nein, das hat eh der jetzige Präsident übernommen." (APA)