Wien - Die Ö1-Sendereihe "Diagonal" wird mit dem ersten Walther-Rode-Preis ausgezeichnet. Initiiert von der Forschungs- und Weiterbildungsgesellschaft Medienhaus Wien wird Journalismus prämiert, der "wissenschaftlich begründbar ein Vorbild für publizistische Qualität ist", so die Jury, die das bei "Diagonal" an vier Kriterien festgemacht: an der Originalität der Sendung, an ihrer Vielfalt der Themen, Perspektiven und Quellen sowie an ihrer Sinnlichkeit, aber auch an ihrem Anspruch sich "wider die Zwangsaktualität" zu positionieren.

Seit 19. Mai 1984 ist "Diagonal - Radio für Zeitgenoss/innen" die "Wochenendbeilage" von Ö1. Jeden Samstag - außer an Feiertagen - ab 17.05 Uhr schaffen fast zwei Stunden Sendezeit Raum, um Themen der Zeit vielgestaltig zu betrachten. "Diagonal" gibt es in vier Ausgaben: als "Diagonal zum Thema", "Diagonal zur Person", "Diagonal-Stadtporträt" und, in der jeweils ersten Sendung des Monats, als aktuelles Magazin "Diagonal stellt vor".

Nachwuchsförderung

Mit dem Preisgeld im Wert von 5.000 Euro hat die "Diagonal"-Redaktion - Michael Schrott, Peter Lachnit, Peter Waldenberger, Susanne Fritz, Johann Kneihs, Ines Mitterer, Andrea Hauer, Nicole Dietrich, Christine Scheucher und Michael Neuhauser - bereits konkrete Pläne: Je 1000 Euro werden an fünf junge, maximal 30jährige Radiojournalistinnen und -journalisten vergeben. Bewerben können sich dafür nicht nur freie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus allen ORF-Radios in allen Bundesländern, sondern auch die der zahlreichen Freien Radios. Diese fünf jungen Radiojournalist/innen sollen mit dem Geld recherchieren und reisen können, um eine Reportage zu machen über jeweils ein interessantes europäisches Modell, das für Österreich beispielgebend sein könnte. Diese Reportagen werden 2012 in "Diagonal" gesendet, die Ausschreibung erfolgt in den nächsten Tagen.

Der Walther-Rode-Preis für Qualitätsjournalismus wird ab 2011 jährlich im Andenken an den österreichischen Rechtsanwalt und Publizisten Walther Rode (1876-1934) vergeben, dem ab 1928 ein weiteres Arbeiten in Österreich unmöglich war. Der Preisträger wird von den Gründungsgesellschaftern von Medienhaus Wien ausgewählt: Andy Kaltenbrunner, Matthias Karmasin, Daniela Kraus, Alfred J. Noll und Astrid Zimmermann.

Der Walther-Rode-Preis (www.rode-preis.at) wird am Donnerstag um 18 Uhr im Theater Nestroyhof Hamakom verliehen - in Form eines Würdigungsbuches, gestaltet vom "büro für visuelle gestaltung" (Gabriele Lenz, Elena Henrich), das selbst für seine Buchgestaltungen international mehrfach ausgezeichnet wurde. (red)