Renault justiert mit dem aufgefrischten Koleos sein Modellprogramm nach. Das könnte aus alpiner Sicht und angesichts der unmittelbar bevorstehenden Kaltjahreszeiten durchaus erhöhtes Interesse wecken

Das Thema Sports-Utility-Vehicles (SUV) dürfte bei Renault nie ganz oben gelegen sein auf der Prioritätenliste. Kamen andere Europäer spät damit auf den Markt, so folgte Renault noch später, nämlich erst 2008 mit dem Koleos. Mitten in der Finanz- und Wirtschaftskrise zu landen war natürlich kein guter Rahmen für einen durchschlagenden Erfolg.

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So ist das Interesse am Koleos erst in diesem Jahr so richtig erwacht, und jetzt schiebt man gleich das überarbeitete Modell nach, mit einer Größenordnung von 30.000 Euro noch recht günstig platziert im ungemein dichten Konkurrenzumfeld.

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Das Rezept wirkt schlüssig: Als Antriebsaggregat dient ein Zweiliterdieselmotor mit 150 PS oder eine Variante davon mit 173 PS. Einen Benziner gibt's nicht, weil ihn ohnehin niemand kaufen würde. Ein manuelles Sechsganggetriebe und eine Sechsgangautomatik stehen genauso zur Wahl wie Front- oder Allradantrieb.

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Für den österreichischen Markt hat die Allradvariante eine hohe Bedeutung. Es handelt sich um eine sogenannte Hang-on-Lösung, wo eine elektronisch gesteuerte Reiblamellenkupplung an der Hinterachse für die Drehmomentaufteilung zuständig ist.

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Sie kann in drei Modi geschaltet werden: Reiner Frontantrieb, etwa zum Spritsparen auf der Autobahn, auf Automatik, das heißt der Hinterradantrieb gesellt sich bei Bedarf selbständig dazu, oder auf festen Durchtrieb, das heißt, die Allradkupplung an der Hinterachse wirkt gleichzeitig wie ein gesperrtes Mitteldifferenzial, was man mitunter im Gelände und auch auf sehr glattem Terrain gut brauchen kann.

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Wer nicht so versiert ist im Gelände, wird auch für die HillDescent-Control dankbar sein. Da fährt das Auto per Knopfdruck unter automatischem Bremseingriff im Schritttempo steil bergab, wohingegen die Berganfahrhilfe schon in Garagenausfahrten ein wertvolles Detail sein kann.

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Die äußeren Veränderungen betreffen vor allem die Frontpartie. Die vielen guten Dinge sind gleich geblieben wie etwa die horizontal geteilte Heckklappe, die man bis zu 200 kg Körpergewicht als Sitzbank beim Picknick verwenden kann.

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Auch der Innenraum wurde dezent überarbeitet. Die Veränderungen am Motor betreffen die Energierückgewinnung im leichten Brems- und Schiebebetrieb.

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In Verbindung mit einigen weiteren Maßnahmen konnte der Verbrauch und damit der CO2-Ausstoß weiter abgesenkt werden. (Rudolf Skarics/DER STANDARD/Automobil/23.09.2011)

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