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Wien - Einen Ausbauplan für die Neue Mittelschule (NMS) haben Unterrichtsministerin Claudia Schmied (SPÖ) und VP-Bildungssprecher Werner Amon gemeinsam mit den Landesschulrats-Präsidenten fixiert. Bis 2015 sollen alle Hauptschulen in Österreich auf die NMS umgestellt werden. Nun wurde für jedes Bundesland vereinbart, wie viele Schulen in den einzelnen Jahren in eine NMS umgewandelt werden. Im Endausbau sollen 238.000 Schüler bzw. fast 70 Prozent der Zehn- bis 14-Jährigen an NMS unterrichtet werden, teilte das Ministerium am Freitag mit.

Schmied lud in einer Aussendung auch alle AHS-Unterstufen ein, "an diesem Erfolgsmodell teilzunehmen". Amon bezeichnete die Vereinbarung als "gute Grundlage für die politischen und inhaltlichen Verhandlungen zur legistischen Umsetzung dieses Projekts".

Umwandlung bis 2015

Derzeit gibt es 434 Neue Mittelschulen in Österreich, die von 57.000 Schülern besucht werden. Ab 2015 soll die NMS an allen 1.178 Standorten realisiert werden, bis 2018 wird es noch dauern, bis alle Schulstufen in der neuen Schulform verwirklicht sind. Dann werden 238.000 Schüler an NMS unterrichtet. Bundesweit kommen im nächsten Schuljahr (2012/13) 261 Neue Mittelschulen dazu, 2013 sind es 225 neue Schulen, 2014 dann 154 und 2015 schließlich 104 Schulen.

Das erste Bundesland mit einem Vollausbau wird Vorarlberg sein: Dort werden 2012 fünf NMS eröffnet, womit alle Hauptschulen in die neue Schulform übergeführt sind. Das Burgenland braucht noch ein Jahr länger: Dort werden nächstes Schuljahr drei und 2013 eine Schule umgestellt, womit auch dort die Hauptschule der Vergangenheit angehört. In allen anderen Bundesländern wird sukzessive bis 2015 umgewandelt - auch in Wien, wo man ursprünglich schon 2014 fertig sein wollte.(APA)