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Meeresspinnen, Tintenfische, Sardellen und andere taufrische Kaisergranaten werden in großer Behutsamkeit mit den grandiosen Gemüsen aus istrischer Erde kombiniert.

Foto: APA/Ulrich Perrey

Nachdem hier zuletzt auf unverantwortliche Weise versucht wurde, das Virus nachsaisonaler Ferienfreuden (istrische Mutation) in Umlauf zu bringen, schieben wir gleich noch etwas nach.

Mit dem Monte verfügt Rovinj nämlich über ein Restaurant der Oberklasse, von einer Art, wie unsereins meerferne Kreaturen es nie in unserer Nachbarschaft finden werden. Nicht wegen der drei Hauben, die bringen wir auch zusammen. Aber wegen all der Meeresspinnen, Tintenfische, Sardellen und anderen taufrischen Kaisergranaten, die hier in großer Behutsamkeit mit den grandiosen Gemüsen aus istrischer Erde kombiniert werden, dass man gar nicht weiß, wohin mit seinem Glück.

Branzino in hauchdünnem Eichenholz

Betreiber und Küchenchef Danijel Dekic versteht es meisterhaft, seine Grundprodukte so zart und doch kreativ zu behandeln, dass ihr spezifischer Eigengeschmack herausgemeißelt wird und sie sich dennoch zu überraschenden wie überzeugenden Kreationen zusammenfügen.

Wie er etwa Branzino in hauchdünnem Eichenholz auf den Glaspunkt dämpft ("Barrique vom Seebarsch") und mit einem Tartare von Scampi und duftigen Pfirsichen kombiniert, die über eine tiefaromatische Seeigelemulsion zueinanderfinden - das ist jetzt schon eines der aufregendsten Gerichte des Jahres! (Severin Corti, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 24.9.2011)