Helsinki - Das finnische Parlament hat dem Euro-Rettungsschirm EFSF mit deutlicher Mehrheit zugestimmt. 103 Abgeordneten stimmten für die Reform, 66 dagegen. Im Rahmen der Reform steigt die Bürgschaftsverpflichtung Finnlands von 8 auf 14 Mrd. Euro. Der Ausbau des Rettungsschirms tritt allerdings erst in Kraft, wenn alle 17 Euro-Länder den Vertrag abgesegnet haben.

Die Staats- und Regierungschefs der Euro-Zone hatten am 21. Juli eine Erweiterung des EFSF beschlossen, der dann unter anderem Staatsanleihen von Krisenländern aufkaufen könnte. Die Kritik an Hilfen für hoch verschuldete Euro-Länder ist in Finnland besonders ausgeprägt, zudem hat Finnland seine Zustimmung für weitere Griechenland-Hilfen von Sicherheiten abhängig gemacht, über deren Ausgestaltung jedoch noch keine Einigung erzielt worden ist.

Die Chancen Griechenlands auf eine neue Hilfszahlung von acht Milliarden Euro steigen. Die EU-Kommission bestätigte am Mittwoch in Brüssel die Rückkehr von Experten der Kommission, des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Europäischen Zentralbank (EZB) nach Athen. Sie sollten die Arbeit am Donnerstag wieder aufnehmen. Vom Bericht der Troika hängt ab, ob Griechenland die nächste Tranche der Finanzhilfe bekommt.

Laut Sprecher von EU-Währungskommissar Olli Rehn wird es im Oktober eine zusätzliche Sitzung der Euro-Finanzminister geben, um im Fall eines positiven Bericht die nächste Auszahlung freizugeben. Ein Termin für die Sitzung steht bisher nicht fest.

Das Geld stammt aus dem Hilfsprogramm von 110 Milliarden Euro, das die Eurostaaten und der IWF im vergangenen Jahr aufgelegt hatten. (APA)