Wien - Sparsam aufgezogen, aber gelungen war sie vergangenes Jahr, die Verleihung des ersten Österreichischen Filmpreises. Beim zweiten Anlauf Ende Jänner 2012 strebt man ein größeres Forum an: Das Theater Odeon wird der Akademie des Österreichischen Films zu klein, deshalb werden die heimischen Filmschaffenden Ende Jänner "höchstwahrscheinlich" in den Rosenhügelstudios im Süden von Wien geehrt, teilte Geschäftsführerin Marlene Ropac mit.

Dieser Tage ging die Filmeinreichung zu Ende, 39 österreichische Werke wurden angemeldet. "Bemerkenswert" ist laut Ropac die Fülle an Spielfilmen, hat sich die Aufteilung von Doku und Fiktion doch heuer umgedreht. Aus 26 Spiel- und 13 Dokumentarfilmen wählen die mittlerweile mehr als 190 Mitglieder der Akademie in den kommenden Wochen die Nominierungen in den 13 Kategorien aus. Eingereicht werden konnten nur Filme, die zwischen Oktober 2010 und November 2011 im Kino zu sehen waren bzw. sind. So findet sich mit seinem Kinostart diesen Freitag auch "Atmen" von Regiedebütant und Akademie-Präsident Karl Markovics in der Auswahl.

Die Nominierungen werden am 19. Dezember im Rahmen einer Pressekonferenz bekanntgegeben. Dann wird auch die von VALIE EXPORT entworfene Preis-Skulptur präsentiert, für deren Produktion bei der ersten Filmpreisgala keine Finanzen zur Verfügung standen. Im Rahmen einer Kooperation mit dem ORF arbeite man derzeit "an einem eigens konzipierten Format", das Gala-Berichterstattung mit dem Zeigen heimischer Filme verbinden soll, so Ropac.

Als bester Spielfilm war bei der ersten Preisverleihung "Die unabsichtliche Entführung der Frau Elfriede Ott" prämiert worden, als beste Doku "Bock for President" von Houchang Allahyari. (APA)