Berlin - Dass der deutsche Bundestag am Donnerstag der Ausweitung des Eurorettungsschirms EFSF zustimmen wird, steht außer Frage.

Schließlich haben auch die oppositionellen Sozialdemokraten und Grünen angekündigt, für die entsprechenden Gesetzesänderungen zu stimmen.

Doch die deutsche Kanzlerin Angela Merkel muss bis zuletzt um ihre eigene Kanzlermehrheit, also um die absolute Mehrheit bangen. Um diese zu erreichen, müssen 311 von insgesamt 620 Abgeordneten-Stimmen aus dem schwarz-gelben Lager kommen. Schwarz-Gelb verfügt über 330 Sitze, kann sich also maximal 19 Abweichler leisten.

Beim letzten Treffen vor der Abstimmung umgarnte Merkel noch einmal heftig die potenziellen "Umfaller" in der Unionsfraktion: "Dies ist eine Abstimmung, die weltweites Interesse findet." Am Mittwoch verdichteten sich die Hinweise, dass Merkel ihre Kanzlermehrheit bekommen wird. Während viele Politiker meinen, diese sei gar nicht nötig, pocht CSU-Chef Horst Seehofer auf die Kanzlermehrheit. (bau, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 29.9.2011)