Wien - Heinz Jungwirth, langjähriger Generalsekretär des Österreichischen Olympischen Komitees (ÖOC), ist vorerst zu einem kleinen Teil rehabilitiert. Die Staatsanwaltschaft Salzburg stellte die Ermittlungen gegen Jungwirth, der 2009 zurücktrat, in einem Teilbereich "mangels Tatbeweis" ein. Es geht um den Vorwurf, er habe eine Million US-Dollar veruntreut, die vom Österreichischen Skiverband an das ÖOC gezahlt wurde.

Der ÖSV hatte am 10. August '09 eine Sachverhaltsdarstellung eingebracht. Als Folge des Dopingskandals um Langläufer und Biathleten bei den Winterspielen 2006 in Turin hatte der ÖSV dem ÖOC ob einer vom IOC verhängten Strafe eine Million US-Dollar zweckgebunden für Antidopingmaßnahmen überwiesen. Dann beschlich den ÖSV der "Verdacht, dass diese Million vom ÖOC nicht für den Antidopingkampf eingesetzt worden ist".

Jungwirth hält nun fest, Schröcksnadels Vorwürfe hätten sich "zu hundert Prozent als unbegründet" erwiesen. Laut dem stellvertretenden Sprecher der Staatsanwaltschaft Salzburg, Marcus Neher, ist das Verfahren gegen Jungwirth allerdings nur "in diesem kleinen, sehr abgegrenzten und überschaubaren Bereich" eingestellt. Ein großer Bereich sei offen, es werde weiterermittelt. Die Justiz führt in der Causa um die ÖOC-Affäre und um Malversationen bei Salzburgs Bewerbung um die Winterspiele 2014 insgesamt 17 Beschuldigte. (DER STANDARD, Printausgabe, Freitag, 30. September 2011, APA, fri)