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Microsoft-CEO Steve Ballmer, bekanntermaßen eine Frohnatur.

Foto: Ho / REUTERS

Selbst wenn die neue Windows-Phone-7-Generation - und die Partnerschaft mit Nokia - nicht die erhofften Erfolge zeitigt, wird Microsoft doch im kommenden Jahr mit Smartphones jede Menge Geld verdienen. Immerhin kann man sich derzeit auf eine veritable Cash Cow verlassen - und die stammt nicht einmal aus dem eigenen Hause.

Lizenzen

Wie Business Insider in Berufung auf die Analysen von Goldman Sachs vorrechnet, wird der Erfolg von Googles mobilem Betriebssystem Android kommendes Jahr nicht weniger als 444 Millionen US-Dollar in die Kassen der Redmonder spülen. Verantwortlich sind dafür die diversen Lizenzabkommen, die das Unternehmen mittlerweile mit den meisten großen Android-Herstellern geschlossen hat, darunter etwa HTC und Samsung. Bei Goldman Sachs schätzt man, dass Microosoft pro verkauftem Gerät 3 bis 6 US-Dollar mitschneidet.

Vergleichsweise

Mit diesen Zahlen lassen sich übrigens auch durchaus interessante Vergleiche anstellen. So dürfte Microsoft weiterhin deutlich mehr Geld mithilfe von Android einnehmen als über das eigene Windows Phone 7. Rechnet man die derzeitigen Verkaufszahlen von WP7 hoch, müsste Microsoft schon mehr als 80 US-Dollar pro Gerät bekommen, was reichlich unwahrscheinlich ist.

Google?

Zudem stellt sich die Frage, ob Microsoft auf diesem Weg nicht sogar mehr Einnahmen mit Android lukriert als Google selbst. Immerhin verlangt Google keine Lizenzgebühren, bekommt seine Einnahmen nur indirekt über Werbung und Verkäufe im Android Market. Da Google seine Zahlen in diesem Bereich nicht öffentlich aufschlüsselt, muss dies aber Spekulation bleiben, auch ist natürlich der indirekte Nutzen für das Unternehmen - über die gesteigerte Nutzung der eigenen Services - nur schwer zu beziffern. (red, derStandard.at, 30.09.11)