Berlin - Die Dürrekatastrophe am Horn von Afrika zwingt nach den Worten des deutschen Entwicklungsministers Dirk Niebel (FDP) immer mehr Menschen zur Flucht. Die Situation in der Region habe sich seit seinem Besuch Mitte August "weiter verschlimmert, die Zahl der Flüchtlinge steigt kontinuierlich", sagte Niebel am Dienstag der dpa.

Niebel verwies auf Zahlen der UN-Flüchtlingsorganisation UNHCR, wonach mehr als 900.000 Somali außerhalb ihres Landes auf der Flucht sind. Davon hielten sich 500.000 in Kenia auf, 180.000 in Äthiopien und 190.000 im Jemen. Die Zahl der Binnenflüchtlinge in dem seit 20 Jahren von einem Bürgerkrieg heimgesuchten Somalia ist unbekannt.

Niebel sagte weiter, alle hofften nun auf die Regenzeit im Herbst. Allerdings wachse damit die Gefahr von Überschwemmungen. "In manchen Regionen ist der Boden so ausgetrocknet ist, dass er kein Wasser aufnehmen kann", sagte der Minister und fügte hinzu, angesichts dieser Situation in der gesamten Region "wird eine politische Lösung des Somalia-Konflikts immer dringender". (APA)