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Der Wert des Stillens soll in das Bewusstsein der Gesellschaft rücken.

Foto: REUTERS/Mathieu Belanger

Die Weltstillwoche 2011 wird in Österreich von 1. bis 7., in Deutschland von 4. bis 9. Oktober begangen und steht unter dem Motto "Stillen - sprich darüber". Damit wird auf die Bedeutung der Kommunikation hingewiesen, die wesentlich dazu beitragen soll, dass das Stillen als natürliche Ernährung für Säuglinge gefördert, unterstützt und geschützt wird.

Vorteile

Nach aktuellen Studien haben - optimalerweise bis zum sechsten Lebensmonat - gestillte Kinder ein geringeres Risiko, an Atemwegserkrankungen, Infektionen im Hals-Nasen-Ohren-Bereich und im Verdauungssystem, an Adipositas, Diabetes und Krebs zu erkranken. Muttermilch bietet Schutz vor Allergien oder lässt diese zumindest weniger heftig ausfallen. Langfristige positive Auswirkungen wurden weiters auf die Zahngesundheit, die Sprachentwicklung und nicht zuletzt auf die Intelligenz festgestellt.

Obwohl der Großteil der Mütter in Österreich mit dem Stillen beginnt, werden nicht einmal die Hälfte aller Kinder bis zum sechsten Monat ausschließlich gestillt. Ob und wie lange eine Frau ihr Baby stillt, hänge vor allem davon ab, wie viel Information, Anleitung und Unterstützung sie von ihrer Umgebung bekomme, hält der Verband der Still- und Laktationsberaterinnen Österreichs auf seiner Webseite fest.

Stillinformationen weitergeben

Da in den ersten zwei Monaten nach der Geburt der stärkste Abfall der Stillraten von ca. 95 auf 70 Prozent zu beobachten ist, soll die Stillwoche dazu anregen, die Kommunikationsfähigkeit von Experten zum Thema Stillen weiter zu entwickeln und auszubauen. Insbesondere durch vernetztes Arbeiten und gezielte Beratungsprogramme in Krankenhäusern, Praxen und in der Öffentlichkeit sollen kreative Ansätze in der Kommunikation gefördert werden. (red, derStandard.at)