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Foto: APA/Kegler

Wien - Die Konjunkturaussichten Österreichs trüben sich zunehmend ein: Die Raiffeisen-Analysten erwarten für 2012 ein Wachstum von nur 0,4 Prozent, also deutlich geringer als die vergangene Woche vorgestellten Prognosen von Wifo (0,8 Prozent) und IHS (1,3 Prozent). In der ersten Hälfte 2012 erwartet Chefanalyst Peter Brezinschek sogar eine leicht rückläufige Wirtschaftsleistung auf Quartalsbasis (je -0,1 Prozent). Für den Konsum ist Brenzischek allerdings optimistisch - aufgrund der erwarteten Gehaltsabschlüsse und der abnehmenden Inflationsrate. 2013 soll sich das Wachstum wieder auf 1,9 Prozent beschleunigen.

Als Grund für das Abflauen der Wirtschaft nennt der Raiffeisen-Chefanalyst unter anderem das nachlassende Wachstum beim Export bzw. bei den Investitionen. Heuer rechnen die Raiffeisen-Analysten mit einem Wachstum von 3 Prozent statt von 3,3 Prozent. Gegen den Trend konnte der Bausektor und Konsum zulegen.

Kapitalmarkt leidet

Laut Birgit Kuras, Chefanalystin der Raiffeisen Centrobank, ist der Kapitalmarkt ganz besonders vom schlechten Umfeld getroffen, das "alles andere als segensreich ist". Die Talsohle an den Finanzmärkten in Wien und CEE-Börse ist ihrer Ansicht nach noch nicht erreicht, sagte sie bei der Pressekonferenz über die Konjunktureinschätzung zu Österreich und Mittel- und Osteuropa. Die Wiener Börse führe mit einem Minus von 33 Prozent seit Jahresanfang die Rote Laterne vor Ungarn an (-26 Prozent) an. Viele Unternehmen sagten derzeit zu ihren Gewinnaussichten nichts, beschrieb Kuras die Stimmung. Es gehe die Angst vor einer Rezession um. (APA)