Die Sendereihe "Diagonal" des ORF-Kulturradios Ö1 hat vor kurzem für seine "qualitätsvolle und vom tagespolitischen Opportunismus unbeeinflusste Haltung" vom Medienhaus Wien den "Walther-Rode-Preis" verliehen bekommen. Das Preisgeld von 5.000 Euro gibt die Redaktion nun an fünf Jungjournalisten weiter und hat dazu ein entsprechendes Stipendium ausgeschrieben.

Journalisten im Alter bis 30, die über Radioerfahrung und keine fixe Anstellung bei einem Medienunternehmen verfügen, können sich um das Stipendium bewerben, egal ob sie von einem ORF-Sender oder einem Privat- oder Freien Radio kommen. Die "Diagonal"-Redaktion wählt aus dem Kreis der Bewerberinnen und Bewerber fünf Journalisten aus, die mit dem zur Verfügung stehenden Geld recherchieren und innerhalb Europas reisen können, um wiederum fünf Reportagen über jeweils ein interessantes Modell zu erstellen, das für Österreich beispielgebend sein könnte: ein Schulmodell, ein Medienprojekt, eine Altenbetreuungseinrichtung, ein Kunstförderungsprojekt, Beispiele aus Stadt- und Verkehrsplanung, Umgang mit Benachteiligten oder Minderheiten etc. Die Reportagen sollen schließlich in "Diagonal" ausgestrahlt und nach den üblichen ORF-Tarifen honoriert werden.

Pro Bewerber sind maximal drei Reportage-Vorschläge möglich. Die Recherche-Modellprojekte sollen in der Bewerbung kurz vorgestellt, die Form der Reportage in einem kurzen Exposé skizziert werden. Auch bisherige Arbeitsproben werden verlangt. Die Bewerbungsfrist endet am 13. November, zu senden sind die Bewerbungen an Ö1-"Diagonal", Stichwort: Jungjournalist/innen-Stipendium, Argentinierstraße 30A, 1040 Wien. (APA)