Sofia - In Bulgarien hat ein Mann 14 Tage vor der Präsidentschaftswahl zwei Rauchbomben vor dem Parlament in Sofia geworfen. Ein Wachebeamter der Volksversammlung nahm den Täter am Freitag umgehend fest, wie die Polizei mitteilte.

Nur eine der am Haupteingang geworfenen Rauchbomben sei explodiert. Zur gleichen Zeit lief im Plenarsaal die letzte Sitzung vor den Wahlen am 23. Oktober. Der Fraktionschef der bürgerlichen Regierungspartei GERB, Krassimir Weltschew, schloss einen Zusammenhang mit den kommenden Wahlen nicht aus.

Bei seiner Festnahme am Parlament ließ der Mann eine Tasche mit einer Plastik-Pistole und einem Sprengsatz fallen. Dieser war nach Angaben der Nachrichtenagentur Focus mit einem Handy verbunden. Der Mobilfunkempfang auf dem Gelände um das Parlament wurde aus Sicherheitsgründen blockiert.

Ein Parlamentarier hatte erst am Donnerstag vor seinem Wohnblock in Sofia ein Paket mit Sprengsätzen mit einem Gesamtgewicht von fast acht Kilogramm gefunden. In dem Gebäude wohnen Volksvertreter aus verschiedenen Parteien.

Bulgarien war zu Beginn des Wahlkampfes vor zwei Wochen von zum Teil gewaltsamen Protesten gegen die Roma-Minderheit erschüttert worden. (APA)