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Michael Bloomberg legt nach.

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New York - Anders als Präsident Barack Obama findet der New Yorker Bürgermeister Michael Bloomberg kein Gefallen an den anhaltenden Protesten gegen die Banken in seiner Stadt. Insbesondere der Tourismus könne unter den Demonstranten und ihrem Camp in der Nähe der Wall Street leiden, sagte Bloomberg am Freitag. "Sie gefährden die Jobs der in der Stadt arbeitenden Leute", sagte der Bürgermeister. "Sie gefährden unsere wichtigste Steuerquelle, denn alles, was sie tun, ist schlecht für den Tourismus."

Seit drei Wochen campieren junge Leute im Zuccotti-Park ganz in der Nähe der Wall Street, um gegen die Macht der Banken zu protestieren. Aus der Aktion von ein paar Dutzend Studenten ist mittlerweile ein Massenprotest geworden, an einer Demonstration am Mittwoch hatten nach einem Gewerkschaftsaufruf mehr als 5000 Menschen teilgenommen. Sie fordern, dass sich die Banken stärker an der Bewältigung der Finanzkrise beteiligen.

"Wenn diese Jobs, die sie abschaffen wollen, wirklich weg wären - in der Finanzbranche, die ein großer Teil unserer Wirtschaft ist -, dann hätten wir kein Geld für die Angestellten der Stadt, die die Straßen säubern und andere Dinge machen", sagte Bloomberg. Von der Polizei hieß es, dass es bisher kaum Probleme gebe. Sollten die Demonstranten aber gegen die Polizei vorgehen, würden die Beamten "entsprechend" antworten. (APA)