Klagenfurt - In der Kärntner Bezirksstadt Hermagor sind am Sonntag per Stichwahl die Würfel für SPÖ-Kandidat Siegfried Ronacher als neuen Bürgermeister gefallen. Er setzte sich mit 53,23 Prozent der Stimmen gegen Leopold Astner von der ÖVP durch, der auf 46,77 Prozent Stimmenanteil kam. Der Urnengang in der Oberkärntner Stadt wurde notwendig, nachdem Vinzenz Rauscher (SPÖ) nach 28 Jahren als Stadtchef im Juni aus gesundheitlichen Gründen zurückgetreten war.

81,79 Prozent der 5.981 wahlberechtigten Hermagorer haben sich an der Stichwahl beteiligt. In Zahlen erhielt Ronacher 2.579 Stimmen und Astner 2.266. Im ersten Wahlgang vor zwei Wochen, bei dem die Wahlbeteiligung 80,37 Prozent betragen hatte, verfehlte Ronacher die direkte Kür zum Bürgermeister mit 49,48 Prozent um lediglich 25 Stimmen. Das starke Abschneiden von Astner, der es Ende September auf 38 Prozent der Stimmen gebracht hatte, wurde von Beobachtern als Überraschung gewertet. FPK-Kandidat Helmut Haas schaffte es nicht in die Stichwahl. Er war auf 12,52 Prozent gekommen und verlor gegenüber der Bürgermeisterwahl 2009, als er noch für das BZÖ kandidiert und 21,22 Prozent erreicht hatte, knapp neun Prozentpunkte.

Astner hatte vor der Stichwahl angekündigt, bei einer Niederlage weiter als Stadtrat in Hermagor tätig bleiben zu wollen. Ronacher, der bereits seit dem Rücktritt Rauschers das Bürgermeisteramt geschäftsführend bekleidet, wird sich nun als frisch gewählter Bezirksstadtchef im Gemeinderat auf Mehrheitssuche begeben müssen. Die SPÖ hält seit den Gemeinderatswahlen 2009 zwölf, die FPK sieben und die ÖVP sechs Sitze. Über je ein Mandat verfügen Grüne und FPÖ. (APA)