Im Wiener Bezirk Meidling kämpft eine Schule mit Vandalismus - und will diesen nun durch einen Zaun eindämmen. Die öffentliche Schule in der städtischen Wohnbausiedlung "Am Schöpfwerk" will damit laut Medienberichten den Zugang zum Areal einschränken. Schulfremden Personen bliebe dann der Zutritt verwehrt. Doch gegen den geplanten Bau regt sich Widerstand. Anrainer befürchten, einen beliebten Platz zu verlieren.

Zertrümmerte Fensterscheiben, Schmierereien und Fassaden, die als Pissoir missbraucht werden. Der Erdgeschoß-Bereich der Anlage bot zuletzt immer häufiger ein solches Bild. Laut den Berichten hat nun der Bezirk zugestimmt, dass ein knapp zwei Meter hoher und 57.000 Euro teurer Gitterzaun errichtet wird. Denn, so wird in der Schule versichert, die Vandalenakte würden nicht von Schülern, sondern von anderen Jugendlichen verübt - die durch die Barriere dem Gebäude nicht mehr näherkommen würden.

Was die betroffenen Kinder, Lehrer und auch Eltern freut, ärgert nun jedoch zahlreiche Anrainer. Denn die haben den Platz vor der Schule bisher auch für Siedlungsfeste genutzt. Sie wehren sich nun gegen die Abriegelung des "Dorfplatzes". Von Seiten des Bezirks wird ins Treffen geführt, dass andere Schulen von vornherein eingezäunt seien. Die Direktorin wiederum betont, dass der Platz für angemeldete Feste weiterhin offen stehen soll.

Sollen sich die Fronten verhärten, ist auch die Stadt bereit, sich der Sache anzunehmen. "Wir stehen bei Bedarf gerne für eine Vermittlung zur Verfügung", wurde am Dienstag im Büro des zuständigen Stadtrats Christian Oxonitsch auf APA-Anfrage betont. (APA)