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"Gangster Museum of America" in Hot Springs, Arkansas - Auch Österreichs Politik ist keine Insel der Sauberkeit mehr, vermutet Erwin Pröll.

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St. Pölten - Aussagen von Niederösterreichs Landeshauptmann Erwin Pröll (ÖVP) in der Gratiszeitung "Heute" über "viele Gauner" in der Politik haben am Dienstag für landespolitische Reaktionen gesorgt. Die Grüne Klubobfrau Madeleine Petrovic attestierte Pröll "Scheinheiligkeit", der niederösterreichische SPÖ-Landesgeschäftsführer Günter Steindl forderte ihn auf, Namen zu nennen.

In dem Interview meinte Pröll: "Man kann sich im Parlament noch so viele Gesetze zur Korruptionsbekämpfung überlegen. Wenn jemand ein Gauner ist, wird er auch einen Weg finden, das schärfste Gesetz zu umgehen." Und weiter: "Es hat viele Gauner in die Politik gespült, die aufgrund ihrer persönlichen Wertestruktur nicht in der Lage waren, verschiedensten Verlockungen des Lebens zu widerstehen." Schon bei der Auswahl der Politiker müsse auf ihren Charakter geachtet werden. Von Ernst Strasser, seinem eigenen Schützling, der mitterweile wegen Korruptionsverdachts zurücktreten musste, sprach Pröll nicht. (APA)