Bild nicht mehr verfügbar.

Der, der den Lambordschini zammghaut hat ...

Foto: HERBERT NEUBAUER/APA

Wie man leben soll, die Verfilmung des gleichnamigen Romans von Thomas Glavinic, kam gerade ins Kino. Viel Glück dafür, aber das Gesprächsthema ist ein ganz anderes: Glavinic hat, Sie werden es vielleicht schon gehört haben, einen Lamborghini geschrottet.

Die Geschichte ist keine Auszeichnung, weder für Glavinic noch für die Autorevue, die den Schriftsteller mit dem Autotest beauftragt hat, aber es ist eine Geschichte. Eine gute Geschichte sogar. Es war ja nicht irgendein Auto, sondern ein Lamborghini und nicht irgendeiner, sondern der neue Aventador, also 700 PS, praktisch noch gar nicht am Markt und, wie die Boulevardpresse jauchzend frohlockt, angeblich fast 400.000 Euro schwer. Das macht schon was her.

Stellen Sie sich vor, es wäre ein Škoda Fabia gewesen, der um den Mast gewickelt worden wäre: kaum der Rede wert. Der Lambo ist für die Legendenbildung dagegen Goldes wert, auch wenn es ein recht profaner Unfall auf einer Landstraße war, eine halbe Stunde nach Übernahme des Wagens.

Glavinic selbst gibt dazu auf Facebook einen Dialog im Taxi in Graz wieder: "Der Taxifahrer: ‚Und der, der den Lambordschini zammghaut hat, des war a ehemoliger Taxler, hob i glesn.‘ Ich, hoffnungsvoll: ‚Und was ist er jetzt?‘ Er: ‚Wos waaß denn i.‘" Das wird schon werden, der Ausritt mit dem Lamborghini ist ein erster Schritt zur Berühmtheit über Cineasten- und Literaturkreise hinaus. (Michael Völker/DER STANDARD/rondoMobil/Oktober 2011)