Mogadischu - Bei schweren Gefechten zwischen Dorfbewohnern und Milizen in Somalia sind mindestens 18 Menschen getötet worden. Mehr als 100 schwer bewaffnete Soldaten des Warlords Dhereh aus Mogadischu hätten das Dorf Ragheh-Elleh 90 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt angegriffen, berichtete ein Vertreter des Dorfes am Freitag.

Die Milizionäre seien mit zahlreichen Lastwagen mit schweren Maschinengewehren auf den Ladeflächen gekommen. 17 der Toten seien Dorfbewohner, die im Kreuzfeuer umgekommen seien. Außerdem sei einer der örtlichen Soldaten erschossen worden.

Seit dem Sturz von Diktator Mohamed Siad Barre im Jahr 1991 hat Somalia keine funktionierende Zentralregierung mehr. Die Macht der im August 2000 gewählten Übergangsregierung reicht kaum über Mogadischu hinaus. Derzeit hält sich eine internationale Untersuchungskommission im Land auf, um ein Waffenstillstandsabkommen zu kontrollieren, auf das sich die Kriegsherren und vertreter der Volksgruppen im Oktober einigten. (APA/AP/red)