Wien - Raiffeisen steigt in das Geschäft mit der Windenergie ein. Die neu gegründete Raiffeisen Windpark GmbH, eine 100-Prozent-Tochter der Raiffeisen Leasing, übernimmt von der Exxon-Mobil-Tochter ÖFWG (Österreichischen FernwärmegesellschaftmbH) 29 Windkraftanlagen und errichtet mit einem Investitionsvolumen von 70 Mio. Euro drei Windparks in den niederösterreichischen Orten Scharndorf, Stixneusiedl und Berg, berichtet das "WirtschaftsBlatt". Auch in Tirol, Polen und Rumänien plane Raiffeisen Ökostrom-Projekte.

Energie für 50.000 Haushalte

Die drei Windparks werden laut Bericht rund 50.000 Haushalte in Ostösterreich mit Energie versorgen. "Wir sehen hier ein gutes Windaufkommen, das von Jahr zu Jahr steigt. Wir glauben, dass es ein gutes Geschäft mit relativ wenig Risiko ist", zitiert das Blatt Peter Engert, Co-Geschäftsführer der Raiffeisen Leasing und der Windpark GesmbH. In den nächsten drei Jahren wolle Raiffeisen-Leasing als Generalunternehmer die Errichtung von 15 Bio-Ölanlagen zur Stromerzeugung finanzieren, gleichzeitig werde der Bau von Bio-Gasanlagen forciert.

Beteiligungsmodelle

Der ÖFWG-Mutterkonzern ExxonMobil will sich laut Bericht weltweit aus der Windenergie zurückziehen und künftig laut Konzernangaben "zur Verringerung der Treibhausgasemissionen auf Forschung und Technologie-Entwicklung für die effizientere Nutzung von Kohlenwasserstoffen" setzen. Raiffeisen Windpark plane, Beteiligungsmodelle für die Bevölkerung aufzulegen. "Wir wollen, dass die Bürger sie als ihre Windparks sehen", so Engerth. (APA)