Seoul - Angesichts des anhaltenden Nordkorea-Konflikts wollen die USA die in Südkorea stationierten Truppen in den kommenden drei Jahren mit einem Zusatzbudget von elf Milliarden Dollar (9,3 Milliarden Euro) ausstatten. Damit sollten die Sicherheit der koreanischen Halbinsel und die regionale Stabilität gewährt werden, sagte der Oberbefehlshaber des US-geführten UNO-Kommados in Südkorea, General Leon J. LaPorte, am Samstag in einem Gespräch mit dem südkoreanischen Verteidigungsminister, Cho Young Kil, in Seoul.

Außerdem solle in Kürze verbessertes Militärgerät in die Region verlegt werden. Darunter seien Aufklärungssysteme und Präzisionsmunition, sagte LaPorte. Die Nachrichtenagentur Yonhap äußerte in einem Kommentar die Befürchtung, die US-Ankündung könne die Spannungen auf der koreanischen Halbinsel noch verstärken.

Die Krise um das nordkoreanische Atomprogramm schwelt seit mehr als einem halben Jahr, seitdem die USA der Führung in Pjöngjang im Oktober vergangenen Jahres vorwarf, Atomwaffen zu bauen. Im Jänner hatte Nordkorea den Atomwaffensperrvertrag aufgekündigt. Im April begannen in Peking Gespräche über die Atomkrise, bei denen Nordkorea nach US-Angaben den Besitz von Atomwaffen eingestanden hat. (APA)