Linz  - Österreichs Schüler wissen, was sie wollen. Ihr größter Wunsch ist interessanter, guter Unterricht. Das gaben 54 Prozent in einer am Donnerstag veröffentlichten Umfrage des Linzer market-Instituts an. An zweiter Stelle kamen erst die guten Noten mit 36 Prozent. Den Volksschülern waren Lehrer, die sich Zeit für ihre Schüler nehmen, sogar wichtiger als das persönliche gute Abschneiden.

40 Prozent der Sechs- bis Zehnjährigen wünschten sich "Lehrer und Lehrerinnen, die sich für ihre Schüler Zeit nehmen", für 33 Prozent standen "gute Noten" auf der Wunschliste. Auch Zeit fürs Lernen und Verstehen von neuen Sachen in der Schule war den Jüngsten mit 25 Prozent ein größeres Anliegen als ihren älteren Kollegen. 13 Prozent der Elf- bis 14-Jährigen und 15 Prozent bei Über-15-Jährigen gaben diesen Wunsch an.

"Durchkommen" für ältere Thema

Für die Älteren ist hingegen das "Durchkommen" ein größeres Thema. 15 Prozent der Schüler über 15 Jahren und damit deutlich mehr als in den unteren Altersgruppen lag das am Herzen. 20 Prozent der Befragten wären glücklich mit einem Schulprojekt, das sie wirklich interessiert. "Keine Angst vor Prüfungen" wünschten sich elf Prozent.

Als Hauptgründe, warum ihre Wünsche im Schulalltag nicht erfüllt werden, nannten die 401 online befragten Schüler von sechs bis 18 Jahren zu 53 Prozent "Lehrer, die nur ihren Stoff durchbringen wollen, denen egal ist, was wir Schüler wollen" und zu 36 Prozent "Lehrer, die übermäßigen Druck machen". Während die Älteren zu 69 Prozent mit dem vielen Stoff haderten, stand bei den Jüngsten der Druck (39 Prozent) im Vordergrund. 36 Prozent der Volksschüler sahen das Durchbringen der Lerninhalte als größte Schwachstelle der Schule.

Keine Ruhe zum Lernen in der Schule gaben 23 Prozent der Schüler als störend an, unter den Jüngsten waren es 32 Prozent. Die Kleinsten sind auch am kritischsten mit sich selbst: 28 Prozent sehen ihre mangelnde Lernfreude als Grund für die fehlende Schulbegeisterung. Dieser Wert nimmt mit dem Alter ab: Noch 23 Prozent der Mittelschüler haderten mit zu wenig Freude am Lernen und der Schule, bei den Älteren waren es nur noch 18 Prozent. Jedes fünfte Schulkind in allen Altersgruppen plagt hingegen die Angst vor schlechten Noten und dem Durchfallen. (APA)