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Mit großer Wiener Fangemeinde: Jose Carreras

Foto: APA/Felipe Trueba

Wien - In Wien ist am Donnerstagvormittag der Auftakt zu zwei inoffiziellen Festtagen für Startenor Jose Carreras gefeiert worden. Der 64-jährige Spanier erhielt im Rathaus aus den Händen von Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny die Wiener Ehrenmedaille in Gold. "Das Wiener Publikum und Jose Carreras stehen zusammen", streute Mailath-Pokorny dem Geehrten Rosen.

 "Die Menschen bauen zu viele Mauern und zu wenige Brücken", zitierte Laudator Dominique Meyer Isaac Newton: "Sie machen das Gegenteil." Carreras habe stets die Ziele, nicht die Widerstände im Auge. Und dieses Engagement werde zurecht geehrt, zumal Carreras vermutlich alle Auszeichnungen der Welt bekommen habe: "Wenn Sie sie alle tragen, sähen Sie aus wie ein alter Sowjetmarschall." Zugleich sei gerade Wien Carreras immer sehr verbunden, zumal er alleine an der Staatsoper 138 Mal in 22 Rollen gespielt habe.

"Ich freue mich sehr, eine Ehrung von einer Stadt zu bekommen, die ich vom ersten Moment an in mein Herz geschlossen habe", zeigte sich Carreras ob der Würdigung gerührt. "Ich wurde hier vom ersten Moment an mit Respekt behandelt und akzeptiert", erinnerte sich der Tenor an seine ersten Auftritte in der Bundeshauptstadt. Und er hoffe, dass die Wiener ihm auch weiterhin diese Sympathie entgegenbrächten, denn eines sei für ihn klar: "Ich werde auch in der Zukunft als Besucher des öfteren wiederkommen."

Carreras eilte im Anschluss an die Ehrung  weiter zum nächsten Termin, der Wiedereröffnung der Chopard-Boutique in der Wiener Innenstadt. Der nächste größere Auftritt steht dann am Freitagabend an. Im Wiener Konzerthaus präsentiert der Tenor sein neues Programm unter dem Titel "Liebe, Leidenschaft, Romantik". Dafür hat Carreras, der 2004 bis dato das letzte Mal in einer Oper auftrat, seine Lieblingslieder und Arien zusammengestellt, wobei er vom Orchester der Volksoper Wien unter David Gimenez und der Sopranistin Sylvia Schwartz begleitet wird. (APA)