Wien - Und noch einen Fall hat Peter Pilz, den er im U-Ausschuss untersucht haben will: Am Donnerstag präsentierte der Grüne ein Vernehmungsprotokoll von Walter Meischberger aus dem Jahr 2009, in dem sich der Ex-FPÖ-Politiker schwertut, seine Leistung für zwei Rechnungen an die Kommunikationsberatung des Lobbyisten Peter Hochegger darzulegen: "Um welches Lobbying-Projekt es im Konkreten ging, kann ich nicht sagen." Nur so viel: Seine Aufgabe ("es ging um Regulatoren" beim Festnetz) wäre es gewesen, "in den Parlamentsklubs von BZÖ und FPÖ" zu lobbyieren. Einen ÖVP-FPÖ-Antrag von 2005 (damals eingebracht von Uwe Scheuch und Ulrike Baumgartner-Gabitzer) hält Pilz jetzt für ein mögliches Ergebnis von Meischbergers Lobbying. Dabei handelte es sich um eine Novelle zum KommAustria-Gesetz, im Zuge derer die Finanzierung der Telekom-Regulierungsbehörde - entsprechend einem Erkenntnis des Verfassungsgerichtshofes - geändert wurde. (nw, DER STANDARD; Printausgabe, 14.10.2011)