Teheran - Der Iran hat den Tod des gestürzten libyschen Machthabers Muammar al-Gaddafi begrüßt und ein sofortiges Ende des NATO-Einsatzes in dem Land gefordert. "Das unausweichliche Schicksal aller Diktatoren und Unterdrücker, die die Rechte der Völker nicht respektieren, ist die Zerstörung", erklärte Außenamtssprecher Ramin Mehmanparast laut der Nachrichtenagentur IRNA am Freitag. "Der Iran begrüßt diesen großen Sieg und gratuliert dem muslimischen libyschen Volk sowie dem Nationalen Übergangsrat."

Nun gebe es für die NATO "keinen Vorwand mehr" für ihren Militäreinsatz in Libyen, hieß es weiter. Es sei daher nötig, dass die Truppen "umgehend abziehen, damit das libysche Volk seine Zukunft selbst bestimmen kann". Der Iran hatte den Volksaufstand gegen Gaddafi unterstützt, den Nationalen Übergangsrat jedoch nicht als Vertretung des Landes anerkannt. Gaddafi wurde am Donnerstag bei Kämpfen um seine Geburtsstadt Sirte an der Mittelmeerküste getötet. (APA/AFP)